Nein, keine Angst - Du langweilst uns ganz und gar nicht, besonders Deine Perspektive auf Raoul ist hochinteressant... Allerdings denke ich daß Konsequenz allein ihn nicht zur positiven Figur macht. Er ist im Prinzip das beste Beispiel für die Degenerationserscheinungen, die sich durch den gesamten "Vicomte de Bragelonne" ziehen (ein bißchen auch schon durch "Vingt ans après") - einige der Tugenden, die im ersten Buch die Helden zu Helden machen (wenngleich das wiederum zumindest durch Myladys Ermordung recht stark infragegestellt wird), scheinen noch einmal auf, aber die Ideale fehlen in dieser neuen Welt und Gesellschaft, bzw. werden durch falsche Scheinideale ersetzt. Ja, Raoul kann eine Sache konsequent bis zum Tod durchziehen - aber was für eine Sache sucht er sich dafür aus? Und ist diese Sache letztendlich seine Rücksichtslosigkeit (besonders auch gegenüber seinem Vater) wert?
Beiträge von Maike
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Zitat
Ich werde mir vornehmen, mir im Louvre jedes Bild vorzunehmen
Na, das ist ein ehrgeiziges Projekt, wenn es jemals eins gab...
Deine Klasse darf Dich dann einige Jahre später wieder abholen.
Wirklich, der Louvre ist ein unglaublich großes und schönes Museum, man kann Tage darin verbringen (nicht wahr, Silvia? ;-)) - wenn Du Freiraum hast, verpaß den Medici-Zyklus von Rubens nicht, der ist auch historisch für eine Musketier-Interessierte sehr interessant... Hm, Silvia, was sollten wir noch empfehlen? Karyatidensaal, ein bißchen durch die Antiken-Abteilung stöbern, die Botticelli-Fresken nicht auslassen, ggf. die frz. Malerei, und bei zeitlichem Freiraum noch die Marly-Pferde? :wink: -
Die Frage hat mir keine Ruhe gelassen, seit Maron in ihrem Wortkettenspiel enthüllt hat, daß "Musketier" sich aus "Muske" und "Tier" zusammensetzt... Ich erbitte Erklärungen, hier ist die einzige, die mir spontan in den Sinn gekommen ist:
War einst ein würdiger Abbé,
war viel zu oft in der Muske,
wiewohl vor Zeiten der Islam
noch nicht so viel nach Frankreich kam!Deshalb nannt' man ihn "Musketier"
und die "Muskete" sein Brevier.
Und nun, wohlan, was lehrt uns dies?
Man sage ihm: "Ad Aram Is!" (Du gehst zum Altar). -
Der ist auch klasse, Maren - Tréville meldet sich wieder, wenn er mit seiner Doktorarbeit etwas klarer sieht. :?
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Zitat
"I love you," Frank T. Hopkins said gähnend.
ZitatI wish my Hidalgo would fällen me, in his own feurig way...
Hilfe. 8O :roll: :lol:
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Beim Herumsurfen im Internet (auf der Suche nach schön anspruchsloser Ablenkung von meiner Doktorarbeit) bin ich auf einen sehr blödsinnigen Drabble-Generator gestoßen, der aber irgendwie Spaß gemacht hat:
http://prillalar.com/drabbles/Ergebnis siehe unten.
ZitatAlles anzeigen
Useless LoveD'Artagnan finished packing. Ever since Ketty, his own true love, had been lost at sea, D'Artagnan had been shameful.
There was nothing left for him anymore, nothing kissed him, all was unfortunate. So today, Valentine's Day, he was going behind the curtain to become a silly letter.
Just then, there was an indecent knock at the door. D'Artagnan opened it and stood there needlessly for a moment, before falling to the floor in a swoon and bruising his ear.
When D'Artagnan came to, Ketty was holding his nose and looking disloyal. "My love," Ketty said slowly, "I'm sorry for the ridiculous shock. I've been shipwrecked on a tasteless island for the last ten years, living like a hawk soaring up high in the air, fleeing the falconer.. I was only rescued last week." She paused. "I lost my leg in the wreck. Can you still love me?"
D'Artagnan could hardly believe his Ketty had returned. "I will always love you, leg or no leg. Besides, you can cover it up with a sword."
They embraced dreamily and vowed to never be parted again.
And all was outrageous.
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Hallo Bettina,
ich habe es mir mal aus der Unibibliothek geholt, und mein Fall war es nicht - der Stil war nicht gerade so eingängig, etwas... konfus, wie mir schien, und ich habe es gar nicht zuendegelesen. Es ist schon eine Weile her, wenn ich mich recht erinnere, ging es primär um Aramis' Beziehung zu seiner Patentochter (?), aber alles etwas durcheinander, also weniger stilistisch als vage thematisch an Dumas angelehnt...
Sprachlich war es aber nicht übermäßig schwer (da dürftest Du aber ohnehin mit Deinem LK besser sein als ich - zum Vergleich, als gut lesbar empfinde ich im Französischen Dumas, Merle, Courtilz - schwerer als die drei war das Französisch rein sprachlich garantiert nicht).
Und eine hilfreiche Kritik war das nun gerade nicht...
Entschuldige!Viele Grüße
Maike
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Was für eine Art Gedicht es ist, ist komplett freigestellt, keine Angst, Maren! Es gab schließlich auch damals verschiedenste Gedichtformen...

P.S.: Und wenn jemand nun unbedingt eine andere Gedichtzeile nehmen möchte, ist das auch in Ordnung - ich gebe zu, daß die ausgewählte etwas exzentrisch ist. :roll:
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Literarische Herausforderungen sind nicht erst eine Erfindung der Neuzeit; es gab sie z.B. schon an den frz. Höfen des Mittelalters (am bekanntesten ist wohl eine aus dem 15. Jh., ein Gedicht zu der Zeile " "Je meurs de soif auprès de la fontaine" [sic] zu schreiben). Angesichts des französischen Adels- und Salonkultur des 17. Jhs. wäre es erstaunlich, wenn es derartige "Herausforderungen" nicht auch zu Zeiten unserer Musketiere gegeben haben sollte. Ziel der Aprilherausforderung ist es also, die Charaktere eine Herausforderung beantworten zu lassen:
Mindestens drei aus den "Drei Musketieren" bekannte Charaktere werden (sei es im Salon einer begehrten Dame, bei einem privaten Trinkgelage oder in anderer Situation) aufgefordert, ein Gedicht, das in folgender Zeile endet, zu verfassen: "Gib gute Nacht der Welt, bestürzter Kardinal!"
Der Text der Herausforderung muß die verschiedenen Lösungen der Aufgabe enthalten, die nach Möglichkeit jeweils auf die Person des "Verfassers" abgestimmt sein sollten.P.S.: Die obengenannte Gedichtzeile (die ich zwecks bequemerer Arbeit damit in modernisierter Schreibung wiedergegeben habe) entstammt dem Lübecker Totentanz-Gedicht von Nathanael Schlott (1701): http://www.totentanz-online.de/laender/deutsc…eck-schlott.htm. Zwar ein wenig anachronistisch, aber ich konnte dem "bestürzten Kardinal" nicht widerstehen, und immerhin bewegen wir uns noch im Barock.

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Hallo 1929,
es ist toll, daß Lord Winter jetzt mit dabei ist - aber wenn er nicht aus irgend einem Grunde Trévilles Doppelgänger sein soll, müssen wir uns irgendwie über den Avatar einig werden!
Viele Grüße
Maike
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Ich wollte doch jetzt keinen Streit provozieren - das Ganze mit Tréville war eher augenzwinkernd gemeint! Ich schreibe doch niemandem vor, daß er Tréville zu mögen hat!
Ich wollte eigentlich eher darauf hinweisen, daß über sein Privatleben im Buch durchaus etwas ausgesagt ist - hier und da geht Dumas selbst bei den Nebencharakteren ausgesprochen ins Detail... -
He, was heißt hier Tréville hat kein Privatleben? :-D:-D Er hat sogar im Buch ein sehr, hmmm..., ausgeprägtes, nur ist er anscheinend diskret, was die Namen der entsprechenden Damen angeht!
Und historisch ist relativ leicht zu recherchieren, was der gute Mann privat so getrieben hat. (Und wer Tréville zu seinem "Bösewicht des Monats" erklärt, könnte es ohnehin mit mir zu tun bekommen.... :motz: *lach*)Spaß beiseite - ich finde die Idee für die Herausforderung gut! Mal sehen, ob mir in all dem Zeitmangel und Streß trotz allem etwas einfällt... Versprechen kann ich nichts...
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Hm, Lieblingsbücher allgemein? Neben Abenteuerromanen des 19. Jhs. (außer den "Drei Musketieren" auch immer noch "Ivanhoe", das ein oder andere Buch von Sienkiewicz, "Le Bossu" von Féval) habe ich - studienbedingt - eine Schwäche für mittelalterliche Literatur (beim "Parzival" Wolframs von Eschenbach kann ich zwar mit dem Helden herzlich wenig anfangen, aber das Buch an sich ist herrlich geschrieben und hat hochinteressante Nebenfiguren).
Privat lese ich auch gern Barockromane (bin gerade bei "Aramena") - besonders viel konnte ich dabei den fiktiven Biographien von Courtilz de Sandras abgewinnen, insbesondere den "Mémoires de M.L.C.D.R." - das war ein Lesegenuß!
Ansonsten bin ich ein ziemlicher Tolkien-Fan (wobei ich den "Kleinen Hobbit" prinzipiell für den technisch besser gemachten Roman als den "Herrn der Ringe" halte, mich aber das "Silmarillion" und die HoME-Bände immer wieder zum Weiterspinnen reizen), habe ansonsten aber eher wenig mit Fantasy am Hut (die Sprache ist meistens nicht gut genug, um Spaß zu machen). Englische Literatur ist ohnehin schön - Shakespeare und Zeitgenossen (besonders John Webster mit seiner "Duchess of Malfi" - ein phantastisches, wenngleich grausames Stück!) reizen mich dabei, wenn ich in der richtigen Stimmung bin auch Chaucer.
Hm - da dieser Beitrag ziemlich lang wird, sollte ich Robert Merle, Wieland, Schiller, Märchen & Sagen und Gedichte und Liedertexte wohl nur noch kurz summarisch erwähnen... Ach ja - und gute Krimis (besonders gern von Dorothy L.Sayers; und Lindsey Davis' "Falco"-Reihe ist zwar nicht der Gipfel allen Anspruchs, aber unglaublich unterhaltsam, wenn man entspannende Lektüre braucht)...
Reicht das als erste Aufzählung? Wenn ich näher nachdenke, fällt mir bestimmt noch etwas ein!
P.S.: "Krabat" habe ich als Kind irgendwann auch gelesen und fand es gar nicht schlecht.

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Die Merle-Bücher sind zwar durchaus bekannt, aber in Deutschland weniger bekannt als im französischen Sprachraum, und es sind - leider- auch noch nicht alle Bände auf Deutsch erschienen. Wenn Du Französisch lesen kannst, würde ich allerdings ohnehin empfehlen, die frz. Originalfassung (sprachlich allerdings nicht ganz anspruchslos - glücklicherweise ist immer ein Glossar mit den okzitanischen und altfranzösischen Begriffen enthalten) zu lesen - in der deutschen Übersetzung beim Aufbauverlag sind, trotz angeblicher Vollständigkeit, immer wieder besonders hübsche Passagen gestrichen (gerade in "Ein Kardinal vor La Rochelle" ist das Silvia und mir unangenehm aufgefallen), und das Maß, in dem Robert Merle Sprache als Stilmittel einsetzt (in den ersten Bänden sprechen die Personen wirklich noch sehr "renaissancenah", in den späteren ist eine größere Nähe zum "klassischen" Französisch des 17. Jhs. da - und auch Dialekte/sprachl. Besonderheiten spielen eine große Rolle), ist in der deutschen Fassung nicht so gut wiedergegeben (unfreiwillig komisch wirkt es sogar, wenn z.B. französische Flüche, die keine wörtliche Entsprechung im Deutschen haben, wortwörtlich übersetzt werden).
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Dann viel Spaß.... Und erzähl' uns, wie Du's fandest!

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Die "Darstellung des geschichtlichen Hintergrunds", die eine derart schlampige Recherche verrät, daß man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, ist, glaube ich, das, was mich am Meisten stört (Tanja Kinkel schreibt einfach über zu viele Epochen, um sich in einer wirklich gut auszukennen) - es sollte einen schon nachdenklich machen, wenn jemand noch nicht einmal die passendne Vornamen zu relativ leicht zu ermittelnden historischen Figuren herausfinden kann...
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So, Maren, kurz und knapp hier meine Liste:
- "Schatten der Vergangenheit" (ausbaufähig, herrliche, sehr "Dumas'sche" Situationskomik, gute Charaktere)
- "Belle Aventure" (ebenfalls gute Charaktere, schöne Beschreibungen, interessanter Plot, der nicht so einfach ist, wie es zuerst scheinen könnte...)
- "Die Nacht" (auch, wenn ich ein bißchen die Augenbrauen gehoben habe, daß Aramis alles niedersticht, was ihm vor die Klinge kommt, ist das eine sehr gute und ausbaufähige Geschichte mit viel Potential und sehr präziser Charakterzeichnung)
- "Quo vadis?" (was für ein Plot! Herrliche Charaktere, sowohl, was die eigenen betrifft, als auch, was die Darstellung der bekannten Personen angeht, bis ins Detail ausgefeilt, intelligent....)
Was Charaktere angeht, von denen ich gern mehr sehen würde:
- Pedro (gute Schurken sind rar, um leicht abgewandelt Tolkien zu zitieren ;-))
- Olivier de la Falaise (siehe oben - außerdem hat dieser Bursche eine psychologische Tiefe, die sonst bei Nebencharakteren in Fanfictions eher selten vorkommt)
So... Ich glaube, das ist erstmal das Wichtigste in Kürze....
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Wie gesagt - erstmal freie Bahn für alle... (Oder, um es schön kindisch zu machen: "Wir haben aber zuerst gefragt!" :-P)
Wir äußern uns schon noch, aber für Topicstarter ist es doch prinzipiell besser, sich erstmal zurückzuhalten, oder?

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Hallo Ihr,
Ihr habt sicher recht, daß man all diese Punkte bedenken müßte, wenn man tatsächlich in nächster Zeit eine Veröffentlichung einiger unserer Geschichten anvisieren würde, aber - das Thema heißt nicht ohne Grund "was WÄRE wenn". Es ging uns eigentlich nur um ein "hypothetisches" Buch - konkrete Veröffentlichungspläne standen nicht dahinter (besonders, da es schwer sein dürfte, solch ein Buch wirklich "regulär" zu veröffentlichen - Books on Demand, etc. wären aber wiederum nicht gerade billig, also würde sich da die Frage nach einer sinnvollen Kosten-Nutzen-Rechnung stellen...).
Noch einmal in aller Form - es ging uns nur darum, welche Geschichten beliebt sind oder als potentiell veröffentlichungsgeeignet eingestuft werden, welche selbsterdachten Charaktere das Zeug zu "Helden" hätten, etc. - eine reine Gedankenspielerei bisher!
Viele Grüße
Maike & Silvia
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Stellen wir uns vor, es bestünde die Möglichkeit, die besten Geschichten aus der Fanfiction als Buch zu veröffentlichen... Welche Geschichten sollten aufgenommen werden und aus welchen Gründen? Welche selbsterdachten Charaktere hätten eine eingehendere Vorstellung verdient? Wer käme als Illustrator in Frage?
Maike & Silvia
