Beiträge von Alienor de La Fére

    Madame*schmunzelnd* Monsieur, ich bin sicher, dass Ihr sogar aus einem Kochrezept ein gutes Gedicht machen könntet. Und das Gedicht über den Schweinebraten solltet Ihr Euch wirklich aufschreiben. Ihr könntet doch irgendwann einmal einen Band "Kochrezepte in Gedichtform" herausbringen. ^^

    Madame*zu Athos*Nun, Monsieur, den anwesenden Damen ist die Schönheit Eures dichtenden Freundes durchaus aufgefallen, sie waren ganz enttäuscht, als er ihnen kaum Beachtung schenkte. Ich hörte, wie zwei dieser Damen sich darüber unterhielten, wem wohl das Herz des gutaussehenden Abbés gehören mag. Aber wie es scheint, wird das wohl das Geheimnis Eures Freundes bleiben.
    *zu Aramis*Ja, Monsieur, die Herren konnten den Blick gar nicht mehr von diesem Dekollté wenden, vermutlich hätten sie es gar nicht gemerkt, wenn man statt den Gedichten Kochrezepte vorgetragen hätte. MIr ist aufgefallen, dass Ihr der einzige Mann im Saal wart, der keine Augen für die Rambouillet hatte...ich darf wohl vermuten, dass Euer Herz schon vergeben ist? Habt Ihr das Herz Eurer Liebsten eigentlich auch mit einem Gedicht erobert?

    Madame*zu Aramis*Nein, Monsieur, ich saß einmal in einem Gasthaus am Nachbartisch, als ein paar von ihnen am Tag nach einer Dichterlesung einkehrten. Sie unterhielten sich ausführlich über Madame Rambouillets Reize und einer sagte zum anderen, dass er sich an die Gedichte gar nicht mehr genau erinnern könne, und nur noch wisse, wie schön tief ausgeschnitten das Dekoltee der Dame war, ein anderer erinnerte sich an ihre dunklen locken, ihre leuchtenden Augen und ihre vollen Lippen, auch dieser wusste nicht mehr, was für Gedichte vorgetragen wurden. Da fragt man sich natürlich schon, ob überhaupt jemand den GEdichten Aufmerksamkeit gezollt hat...wohl höchstens die weiblichen Besucher dieses Abends.

    Madame*Nun, Monsieur, dann tätet Ihr Eurem Freund wohl auch keinen Gefallen wenn Ihr ihn begleiten würdet....wenn es Euch ja doch keine Freude macht. Euer Freund wird das ja gewiss verstehen, er hätte ja auch nichts davon, wenn Ihr mitkommt und dann nur gelangweilt herumsitzt. Allerdings ist Madame de Rambouillet eine sehr attraktive Dame, alleine dafür gehen viele Herren zu den Dichterlesungen, wäre das denn für euch kein Anreiz? Etwa ein Drittel aller anwesenden Männer ist nur wegen ihr dort und die meisten davon können sich am nächsten Tag an die Gedichte gar nicht mehr erinnern.

    (OT: Danke fürs Reinstellen der neuen Kapitel, ich mache mich gleich ans Lesen :) Falls meine INternetverbindung kippen sollte, reviewe ich später vom Internetcafe aus weiter)

    Madame*zu Porthos*Das glaube ich Euch gerne, dass man bei Eurer Herzogin keine Gedichte über das ESsen schreibt...bei dieser kargen Kost würden wohl keinem Dichter schwärmerische Zeilen einfallen :P

    *zu Athos* Nun, Monsieur, aber der Wein bei Madame de Ramobuillet ist erstklassig, von Malaga bis Bordeaux oder Burgunder und auch italienischen Weinen ist alles dabei. Wäre das denn nichts für Euch?

    Madame*zu Aramis* Ja, Monsieur, Ihr müsst diese Dichterwettstreits in den Salons einfach Eurem Freund einmal schmackhaft machen, und wenn er einmal dort war, will er Euch gewiss immer wieder begleiten, weil er auf den Geschmack gekommen ist. Ich kenne Leute die dort waren, und vorher nichts für Gedichte übrig waren, seitdem aber immer wider hinkommen.
    zu d´Artagnan* Nun, es git durchaus auch etwas zu essen, ein paar Appetithäppchen, süß und herzhaft..Perit Fours und Lachshäppchen in Blätterteig und ähnliches...und auch davon kann man satt werden, wenn man genug davon ißt. Und die Gedichte sind keineswegs schal, die meisten sind wirklich künsterlisch sehr wertvoll.
    *zu Porthos* Was habt Ihr denn bei Eurer Herzogin bekommen? Womöglich gar Hühnerfüße und Suppe ohne Einlage?

    Madame*zu Athos*Monsieur, sie haben dort auch sehr gute Weine, in manchen Salons wird der Genuss der Gedichte durch den Genuss vieler verschiedener Weine untermalt. Das dürfte doch nach Eurem Geschmack sein? Wer weiß, vielleicht findet ihr dann auch Geschmack an der Dichtkunst? Und die Gedichte die dort vorgetragen werden sind meistens wirklich gut. Und Ihr würdet Eurem Freund gewiss eine Freude machen, wenn Ihr ihn einmal begleiten würdet.

    Madame*Nun, Monsieur, Euer Freund dichtet wohl nicht selbst, und Menschen die nicht selbst dichten, verstehen oft nicht, wie schön es sein kann, total selbstvergessen Reime zu schmieden. Vielleicht solltet Ihr Euren Freund einmal mitnehmen, wenn in einem der Salons von Paris ein Dichterwettstreit stattfindet, womöglich kommmt er ja dann auf den Geschmack ^^

    Madame*nickt zustimmend*ja, Monsieur, manchmal ist das durchaus ein Vorteil, sich in andere Sphären zu begeben und wenn man gerne Gedichte schreibt, benötigt man dazu nicht einmal Wein, dann versinkt man einfach völlig und nimmt seine Umgebung nichts mehr war. Das ist eine Gabe, für die Ihr wirklich dankbar sein müsst.

    Madame*Ja, Monsier, damit habt Ihr wohl Recht, manche Dichter scheinen ständig in anderen Spären zu schweben, in die ihnen niemand folgen kann. Manchen kann man auf die Schulter tippen während sie dichten oder etwas zu ihnen sagen und sie bekommen es gar nicht mit, weil sie völlig in ihrer Dichtung versunken sind.

    Madame*ja, da habt Ihr wohl Recht, für einen Asketen scheint alles immer nur grau zu sein, so sieht er die ganze Welt, er merkt meist auch gar nicht, dass es seine Askese ist die zu dieser Sichtweise beiträgt, denn da er sich keine Freude gönnt, kann er auch nicht optimistisch denken und die Welt in all ihren Farben sehen. Jemand, der immer nur Haferbrei oder Spinat zu sich nimmt, wird irgendwann verdrießlich werden. Mich fasziniert ja an der Poesie, dass jeder in einem Gedicht etwas anderes sieht, sie bei jedem Leser andere farbige Ölgemälde vor dem inneren Auge erwecken.

    Madame*zu Aramis* Nun, Monsieur, es ist ja gut, dass dieser Ort auf Euch keine Wirkung hatte, denn das Priesterseminar hat schon viele sittenstrenge Abbes hervorgebracht, denen jeder Sinn für die Freuden des Lebens fehlt. Sie bringen den Jungen dort bei dass alles was im Leben Spaß und Freude macht eine Sünde ist. Es ist erfreutlich, dass das Seminar Euch nicht zu so einem Asketen gemacht hat ^^

    Madame*Nun, Monsieur, es gibt mehrere Straßen hier in Paris die solche Namen tragen, es gibt auch noch eine Rue de Purgaratoire. Mich persönlich stört der Name der Rue d´enfer nicht, ich glaube nämlich kaum, dass sich dort irgendwo ein Tor zur Hölle befindet. Auf meinen Geist hatte der Ort noch keine Auswirkungen, und ich hoffe auch dass es so bleiben wird.

    Madame*lachend zu Athos*Nun, der Name klingt nicht gerade einladend, Monsieur, aber diese Straße hat gar nichts Höllisches an sich...ich frage mich oft, woher der Name wohl kommt. Ich finde es schön dort zu leben, man hat es nicht weit zum Luxembourg Garten und es gibt auch einige sehr gute Bäckereien und Gasthäuser in der Nähe.

    d´Artagnan*Nun, Monsieur, ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich habe schon viel von ihm gehört. Ich wohne in der Rue d´Enfer, das ist ganz in der Nähe, und in der ganzen Nachbarschaft ist Bonacieux als Wucherer und Geizkragen verschrien. Wer in seinem Gasthaus einkehrt bekommt schlechtes, beinahe ungenießbares Essen und danach eine saftige Rechnung. Er ist nicht gerade beliebt im Luxembourg Viertel, die meisten gehen ihm aus dem Weg. Eine Nachbarin, Madame Brochette, hat mir erzählt, dass Bonacieux in letzter Zeit häufig ausgeht....und sie fragte sich, ob er seine Frau wohl betrügt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass seine Frau sich mit ihm einlassen würde.

    Madame*grinsend zu d´Artagnan*ist Eure Hauswirtin nicht die Bonacieux? Das kann ich verstehen, dass sie dann Migräne bekommt, der alte Bonaciex ist wirklich ein Graus, der Alte ist so schmierig dass einem übel wird, ein richtiger Schleimer, der nichts kann außer sich bei der Obrigkeit einzuschmeicheln. Kein Wunder, dass sie sich lieber nach jungen Männer wie Euch umschaut, diese Ehe mit Bonaciex ist ja für eine so junge Frau kaum zu ertragen. Und selbst als er noch jung war war dieser Hauswirt gewiss nicht schön und auch keinesweges ein freundlicher, liebenswerter Mensch. Und er ist ein Geizkragen, gewiss verlgant er eine hohe Miete von Euch.

    Madame*zu Porthos*ja, solche Tage, wo der Wurm drin ist kennt wohl jeder, da lässt man die beiden wohl wirklich besser in Ruhe. Da widmen wir uns doch lieber diese köstlichen Schweinebraten, während die beiden klären, was immer sie zu klären haben.

    zu d´Artagnan Kopfschmerzen haben wir Frauen vor allem dann, Monsieur, wenn wir uns wieder einmal über die sturköpfigen Männer geärgert haben. Von manchen Männern, damit meine ich jetzt keineswegs Euch und Eure Freunde, bekommt man wirklich Migräne.