In der Verfilmung war das eine total traurige Szene, bei der mir wirklich die Tränen kamen
Gerold, der Mann, den die Päpstin liebte, und der der Vater des ungeborenen Kindes war, war von ihr zum Hauptmann ihrer Leibgarde ernannt worden, doch weil Unruhe herrschte, und er ein paar Ruhestörer verfolgte, war er nicht an ihrer Seite, als die Wehen losgingen, und zur gleichen Zeit, in der sie von den Leuten gemeuchelt wurde, wurde auch er von einem Angreifer getötet.
In dem neuen Film war es auch keine Steinigung, ich glaube, das stürzte sich ein wilder Mob auf sie, soweit ich das in Erinnerung habe, und schlug sie zu Tode.
Eine Steinigung war ihr Tod dagegen in dem Film aus den 70er Jahren, in diesem Film war sie schwanger vom Enkelsohn des Kaisers Lothar, dem jungen König Ludwig. Den Film kann ich dir, falls du ihn noch nicht kennst, nur empfehlen. In dem Film ist Johannas Vater ein gütiger Mann, der seine Tochter zum Lesen anregt, also ganz anders als in dem neueren Film, und als der Vater stirbt, wird es aber traurig, weil sie von Glaubensbrüdern ihres Vaters vergewaltigt wird. In dem Film ist sie als Nonne in einem Kloster, und wird erst später zu Bruder Johannes, als sie nach einem Normannenüberall als einzige überlebende Nonne fliehen kann.
Ja, ich finde das auch tragisch, das könnte mich auch aufregen. Die Legende besagt nämlich, dass Johanna alias Johannes sich als Papst wirklich um das Wohl der Menschen gekümmert haben soll, was viele ihrer männlichen Kollegen nicht taten.
Hast du eigentlich auch den Roman gelesen? Er ist neben den Musketieren und der Löwin von Aquitanien einer meiner Lieblingsromane.
Ich fand es auch gut, dass Johannas Schülerin Arnalda später Bischof wurde, und somit deutlich wird, dass die Päpstin ein Vermächtnis hinterlassen hat, dass es noch andere wie sie gab.
Beiträge von Alienor de La Fére
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Die Päpstin war schwanger von einem Ritter namens Gerold, und dann bekam sie ausgerechnet bei der Osterprozession durch Rom ihre Wehen, und als den Menschen klar wurde, dass ihr Papst ein Kind gebar, merkten sie, dass es eine Frau war, und töteten Johanna durch Steinwürfe.
Das hat mit Ignoranz nichts zu tun, ich weiss es auch nur, weil ich mich schon viel mit der Päpstin beschäftigt habe, ich habe den Roman gut viermal gelesen, und früher auch FFs dazu geschrieben.
Deine Meinung ist ähnlich wie meine, ich denke auch, dass die katholische Kirche irgendwo im finstersten Mittelalter steckengeblieben ist, und nicht bereit ist, sich durch Reformen an die neue Zeit anzupassen. -
Erstaunlich, es gab wirklich Vorgesetzte, die, nachdem die Frauen enttarnt waren, ihnen eine Belobigung für ihre Tapferkeit und eine Beförderung gaben?
Das würde auf jeden Fall zeigen, dass es damals auch Männer gab, die nicht ganz und gar vom patriarchalischen Weltbild geprägt waren.
Ich finde es schlimm, dass man manche der Frauen zwangsverheiratete, was damals beinahe so schlimm war wie der Tod, diese Frauen waren dann für den Rest ihres Lebens in einer lieblosen, trostlosen Ehe gefangen.
Wow, prima, du hast mich gerade auf eine bestimmte Idee für meine FF gebracht, indem du diese Piratinnen und ihr Vorgehen, der Todesstrafe durch das Vortäuschen einer Schwangerschaft zu entgehen, geschildert hast. Ich denke, das werde ich aufgreifen, und irgendwas mit Maribel in dieser Richtung machen.
Ja, und in Rom gibt es immer noch einen Altar mit Blumen an der Stelle, an der die Päpstin laut Legende ums Leben gekommen sein soll. Ich persönlich vermute, dass man ihren Namen nicht aus den Kirchenbüchern gelöscht hat, sondern sie als Papst Johannes stehen ließ, und nur ihre Todesart wegließ.
Und was ich erschreckend finde, ist, dass die katholische Kirche noch heute Frauen vom Priesteramt ausschließt, und das im 21. Jahrhundert, meiner Meinung nach ein Armutszeugnis.
Aber ich wollte jetzt natürlich nicht zu weit vom Thema abweichen. -
Und genau wie bei den Päpsten stellt sich da die Frage, warum man zu diesem Zeitpunkt die Männer routinemäßig zu untersuchen begann. Ich vermute, dass damals wohl eine Frau enttarnt wurde, und man in der Folge dann alle Rekruten vor der Aufnahme untersuchte.
Genauso war es ja bei den Päpsten, die jahrhundertelang auf einem speziellen Stuhl, der unten ein großes Loch hatte, Platz nehmen mussten, damit dann jemand unter den Stuhl schauen und bestätigen konnte, dass es sich um einen Papst, und nicht um eine Päpstin handelte. Für mich ist das ein eindeutiger Belegt für die Existenz der Päpstin.
Als Matrose anzuheuern war dabei sicherlich die gefährlichste Variante, wenn eine Frau da enttarnt wurde, dann bot sich ihr keine Möglichkeit zur Flucht, und man kann sich ungefähr denken, was die Matrosen dann mit ihr machten.
Damals hatten die Frauen traurigerweise ja nicht viele Optionen, sie konnten nur Mutter und Ehefrau, Nonne oder Prostituierte werden, oder lästiges, lediges Anhängsel in den Familien ihrer Geschwister. Bei so wenigen Möglichkeiten ist es nur verständlich, dass es Frauen gab, die sich als Mann verkleideten, um selbst ihren Lebensweg bestimmen zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch einge weibliche Priester gab, die nicht entdeckt wurden, und ihre Rolle mit den Jahren immer besser spielten.
Als Soldat zu bestehen war da schon schwieriger, denn wenn sie im Kampf verletzt wurden und ins Lazarett kamen, dann flog ihr wahres Geschlecht sofort auf, sie lebten also in ständiger Furcht vor Entdeckung. -
Ich halte es auch durchaus für möglich, dass es Frauen gab, die als Männer verkleidet in ein Regiment eintraten, allerdings glaube ich nicht, dass dies bei den Musketieren möglich war. Diese waren ja ein Eliteregiment, und dort wurde genau geprüft, wer aufgenommen wurde, und meistens nahm man dort nur Abkömmlinge bestimmter Familien auf. Eine Duellverletzung vorzutäuschen wenn man die Regel hatte, war sicherlich ein kluger Schachzug, jedoch funktionierte das sicherlich nur einmal.
In anderen Regimentern dürfte es allerdings möglich gewesen sein, da wurde fast jeder aufgenommen, vor allem während des dreißigjährigen Kriegs war man nicht wählerisch was die Rekruten anging. Und Frauen hatten damals manchmal wohl leider wirklich keine andere Wahl.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es in Deutschland damals Frauen gab, die sich als Männer verkleideten und Soldat wurden, um der damals wütenden Inquisition zu entkommen, es gab damals Städte, in denen wurden Hunderte von Frauen als vermeintliche Hexen hingerichtet.
Im Film "Die Päpstin" bekommt Johanna im Kloster als Bruder Johannes auch die Regel, und soweit ich mich erinnere, sagte sie da, sie hätte sich bei der Gartenarbeit verletzt. Ich vermute, dass die Frauen, wenn die Zeit ihrer Regel kam, häufig schon vorsorglich Leinenbinden trugen, und besonders dunkle Kleidung wählten.
Ich finde es ja interessant, wie häufig dieses Verkleidungsthema in historischen Romanen gewählt wird, in fast jedem zweiten Roman verkleidet die Heldin sich als Mann und schlittert von einer Gefahr in die andere -
Die Szene kenne ich auch, die kam wirklich leider nur bei Borderie vor, und in den anderen Filmen leider nicht.
Im Borderiefilm fand ich Athos überhaupt sehr gut getroffen, neben dem Diamant Berger Film ist das der einzige Film, in dem ich Athos passend besetzt fand. -
@Kalou
"Nichts zu verzollen" kenne ich, den hab ich mal vor einem Jahr oder so gesehen, ich finde auch, dass der nicht ganz so lustig und originell war wie der Sch´tis Film.
Und ich fand das so genial gemacht, wenn sie immer redeten als ob sie eine heiße Kartoffel im Mund hätten.
Ich wüsste ja mal gerne, wie die Einwohner von Bergues den Film fanden, aber die werden das wohl auch mit Humor nehmen.
Lass dir mit dem Lesen und antworten der FF ruhig Zeit, ich bin erst Montagmittag wieder online, und bin dann gespannt zu lesen, wie Athos im Bordell erwacht.
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Dann meine ich wohl eine andere Schauspielerin, denn die im Tatort "Reifeprüfung" kann sie dann nicht sein, denn der war von 1968.
Vielleicht hat sie ja noch eine ältere Schwester oder so.
So wie du den 50er Film beschreibst, scheint das die Vorlage für den anderen gewesen zu sein, denn die Handlung ist ja wirklich sehr ähnlich, auch in diesem Film spielte die Prinzessin ja eine zentrale Rolle und musste gerettet werden.
Ich kann dir nur zustimmen, die Autoren sollten erstmal ein paar FFs lesen, und danach die Filme drehen, oder aber mal die Romanvorlage lesen(das hat wohl kaum einer der Produzenten getan)
Es gibt zwanzig oder dreißig Musketierverfilmungen, von denen aber nur zwei oder drei sich an die Romanvorlage gehalten haben, alle anderen weichen meilenweit davon ab.
Ich fände es schön, wenn der Stoff wieder einmal verfilmt werden würde, allerdings nicht so grottig wie der 2011er Film, sondern nahe am Roman und mit passenden Darstellern.
Die Eiserne Maske war auch sehr weit am VdB vorbei, ich ab den Film als Teenager gesehen, und dachte danach gut dreizehn Jahre lang, dass auch im Roman d´Artagnan mit der Königin eine Affaire hätte, deren Resultat der Sonnenkönig war, dabei wechseln die beiden im Roman kaum zwei Worte miteinander. Ich hab den Roman letztes Jahr gelesen, und war ganz überrascht, dass im Roman diese "guter Zwilling - böser Zwilling Geschichte gar nicht vorkam und Louis und Philippe vom Charakter her ähnlich geartet waren.
Aber Hollywood kriegt wohl keine Film ohne das typische Helden und Bösewichter Schema hin. -
Ja, der hat den Richelieu wirklich perfekt verkörpert (war das eigentlich der Film, in dem Richelieu mit einer Katze auf dem Sofa saß).
Der 48 er Film war wirklich gut, aber Athos fand ich nicht so gut getroffen, der sah nicht aus, wie man sich Athos nach der Lektüre des Romans vorstellen würde.
Ich stimme dir voll und ganz zu, ich denke auch, dass Aramis gelassener als Athos reagiert hätte, wenn er die Lilie entdeckt hätte, er wäre bestimmt trotzdem mit ihr zusammen geblieben.
Und du hast ganz Recht, im VAA war Aramis ja schon seit gut zwanzig Jahren Geistlicher, und das hat ihn bestimmt geprägt, und damals logen und betrogen die Geistlichen ungeniert und intrigierten wo sie konnten um höhere Posten zu bekommen, und wenn Aramis so lange unter ihnen lebte, dann hat ihn das auch sicherlich entscheident geprägt. -
@Kalou
Ich hab den Film jetzt gestern Abend gesehen, da lief er im deutschen Fernsehen.
Der war wirklich zum Kaputtlachen, echt genial gemacht.
Vor allem, wie der Postdirektor seiner Frau immer erzählte, wie schlimm es angeblich im "Norden" ist, und wie sie die Frau bei ihrem Besuch dann in diese leerstehende Bergarbeitersiedlung brachten, und ihr den ultimativen Hinterwäldlerhorror vorspielten.
Und nach dem Film kann ich mir jetzt auch etwas unter der Gegend vorstellen, dort sieht es wirklich aus wie an der belgischen Küste, dort sind die Häuser ähnlich, der Ort im Film sah genauso aus wie die Städchen an der belgischen Küste.
Und witzig fand ich auch die Szene, als sie morgens den Stinkekäse und das Brot in den Kaffee tauchten, und die Szenen, als er auf der Autobahn anhalten musste, zuerst weil er zu langsam, und dann weil er zu schnell gefahren war.
Wenn man in Armentíeres nichts sieht, dann lohnt das wohl wirklich nicht. Ich habs mal in Google eingegeben, sieht auch ein wenig aus wie in dem Sch´tis Film.
Erinnert mich von den Bildern her an die belgische Stadt Veurne. -
Mir gings genau wie dir, ich fand Nastassja Kinski in der Rolle der Lady Bolton auch recht schwach. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich habe sie mal in einem schon etwas älteren Tatort namens "Die Reifeprüfung" gesehen. Wie alt ist sie eigentlich? Ich schätze so auf Mitte Fünfzig, also war sie etwa Mitte Vierzig, als der Film gedreht wurde.
Mir ist es auch ein Rätsel, wie die Filmemacher auf den Namen "Lady Bolton" kamen, und ob das eine Anspielung auf die Mylady im Roman sein sollte. Im Film blieb ja offen, ob die alten Musketiere diese Lady Bolton kennen, und man erfuhr nicht wirklich viel über sie.
Ich finde es auch immer wieder interessant, dass die Filmemacher gerne d´Artagnan eine wilde, fechtende Tochter verpassen (in manchen russischen Verfilmungen ist das auch der Fall), wo der d´Artagnan im Roman doch gar keine Kinder hatte. Im Roman hatte ja nur Aramis einen Sohn unbekannten Namens und Athos hatte Raoul, und diese beiden Söhne waren noch 15 Jahre auseinander.
Der Film ist ganz nett, um ihn einmal im Jahr anzuschaue, aber öfter braucht man das wirklich nicht.
Es war einfach zu einseitig, dass die Söhne und die Tochter genau die gleichen Abenteuer erleben wie ihre Väter.
Es gab in den 50ern mal eine ähnliche US Verfilmung, die ich aber noch nicht gesehen habe, das hieß "Die Söhne der Musketiere", und da war es, soweit ich weiss Athos, der eine Tochter hatte.
Schade, dass kein Produzent einmal auf die Idee kommt, eine gute, bildgewaltige Verfilmung vom VdB zu drehen. -
Ich habe heute folgendes Bier entdeckt, die Firma hat die drei Musketiere als Logo auf all ihren Bierflaschen und Bierkästen

[Blockierte Grafik: http://www.1000getraenke.de/img/biertest/wickueler_pils.jpg]
Ich hab mir gleich mal einen Sechserpack gekauft, ich bin zwar eigentlich eher eine Weintrinkerin, aber ab und zu darf es auch mal ein gutes Bier sein.
Wobei ich mich immer wieder darüber wundere, wie oft bei Bier mit den Musketieren geworben wird, die ja in den Romanen so gut wie nie Bier tranken, höchstens einmal, als sie im "Zwanzig Jahre später" in England waren. -
@Rabe
Wow, das hätte ich echt nicht gedacht, dass das nicht Jonathan Rhys Meyers ist, der Schauspieler sieht ihm wirklich zum Verwechseln ähnlich.
Der Film ist bei den Musketierverfilmungen, zumindest was meinen Geschmack angeht, ungefähr im Mittelfeld, einiges fand ich ganz gut, anderes fand ich sehr schlecht umgesetzt.
Aber da mir Freddie Sayers als Sonnenkönig so gut gefallen hat, kann ich dem Film immerhin fünf von zehn Punkten geben.
Die Besetzung von Porthos, Aramis, Athos und d´Artagnan fand ich nicht so passend, aber die (im Buch nicht vorhandenen) Nachkommen fand ich sehr gut getroffen, auch wenn ich nicht so richtig begreife, wieso man Athos Sohn den Namen Gaston gab.
Louis ist übrigens im Film der Sohn von Buckingham, da haben die Produzenten auch nicht richtig nachgerechnet und nachgelesen im Buch.
Und einiges haben die Produzenten wohl aus dem Lesterfilm übernommen, beispielsweise die Szene, in der die drei Musketiersöhne Gaston (Athos Sohn), Etienne (Aramis Sohn) und Antoine(Porthos Sohn) sich auf einem Markt eine Mahlzeit "zusammenstellen".
Und die Szene in der Lady Bolton Buckingham junior verführt, erinnert auch stark an die Lesterverfilmung.
Einge andere Szenen erinnern stark an den Film d´Artagnans Tochter von 1995.@ Kalou
d´Artagnan ist in dem Film der einzige der vier Musketiere, der eine wirklich tragende Rolle hat, Athos, Porthos und Aramis sind leider nur Nebenfiguren, denen im Film keine wirkliche Bedeutung zukommt, obwohl sie häufiger vorkommen. Athos hat im Film aber nur ca. vier oder fünf Sätze zu sagen...von Porthos und Aramis hört man auch nicht mehr.
Ganz seltsam fand ich es, dass sie im Film zu einer dreiköpfigen Schauspieltruppe wurde, die durch Frankreich tingelte, um ihre eigene Geschichte nachzuspielen.
Im Film haben die Produzenten sich mehr um die im Roman gar nicht vorhandenen Kinder der Musketiere gekümmert....und warum Athos Sohn im Film Gaston hieß, weiss ich auch nicht. Gaston war außerdem das Gegenteil von Raoul, ein Frauenheld, der im Film ständig von einem amourösen Abenteuer ins nächste stolpert, und sich schließlich in d´Artagnans Tochter verliebt.
d´Artagnan ist wie gesagt ein biederer Schweinezüchter im Film, der seiner temperamentvollen Tochter alles durchgehen lässt, und sie vor ihrer Mutter, die sie zu einer braven Tochter erziehen möchte, in Schutz nimmt, Aramis wollte im Film Abbé werden, verwarf den GEdanken aber wegen des Zölibats wieder, von Athos erfährt man nur, dass er der Comte de La Fére ist, und Porthos wird im Film von John Rhys Davies gespielt, dem Gimli aus Herr der Ringe, und ist ein richtiger Tollpatsch.
Mich wunderts auch, dass es den in Frankreich nicht zu kaufen gibt, wo doch Depardieu dabei ist. Aber bei uns gibts den Film auch erst seit 2012 zu kaufen, obwohl er 2004 herauskam.
Ich habe wie gesagt, schon bessere, aber auch schon schlechtere Verfilmungen gesehen, es ist auf jeden Fall um Klassen besser als der Film von 2011, aber nicht so gut wie die Lester, Diamant Berger und die Borderieverfilmungen. -
Ich weiss noch nicht, ob ich den Film schaue. Vor zehn Jahren war ich ja ein Megafan von Herr der Ringe, und gehörte zu den Leuten, die den Start des neuesten Teils im November kaum erwarten konnten, und ich habe die langen Herr der Ringe Nächte geliebt.
Aber der Hype ließ bei mir irgendwann nach, ich habe mich jetzt schon seit mindestens sieben Jahren gar nicht mehr mit Herr der Ringe beschäftigt, und die Welt von Bilbo, Frodo und Co. interessiert mich gar nicht mehr so. Ich bin seit gut acht Jahren ein großer Mittelalterfan, und seit fast anderthalb Jahren außerdem total im Musketierfieber, deswegen interessiert mich der Hobbitfilm jetzt nicht so sehr, aber wer weiss, vielleicht treibt mich die Neugier ja doch noch rein. -
@Kalou
Naja, wenn man nicht zu viel von dem Film erwartet, ist man hinterher auch nicht so enttäuscht, beim Lesen der Beschreibung hinten habe ich ja schon gemerkt, dass die Produzenten sehr weit vom Buch abgewichen sind.
Gekauft hab ich den Film im Saturn, als ich eigentlich auf der Suche nach einer ganz anderen DVD war.
Ich fand manche Stellen im Film ganz gut, aber ich halte es für etwas einfallslos, die Kinder der Musketiere(die es sowieso nicht gab) genau die gleichen Abenteuer erleben zu lassen wie ihre Väter. -
@Kalou
Danke für das Reinstellen der schönen Bilder.
Google gibt ja leider immer nur wenige Bilder zum Film her, meistens nur vier bis fünf Stück.
Vor allem das Bild mit dem fahrradfahrenden Musketier finde ich genial.
Wenn ich den Film schaue, frage ich mich immer, ob es jemals wieder ein Produzent schaffen wird, vier als Musketiere perfekt passende Darsteller auszusuchen. -
@Kalou
Ich hatte dich immer für eine Französin gehalten weil du hier schon so oft aus den Originalversionen der Romane zitiert hast, und dich so gut mit den Musketieren auskennst.
Ich hab auch schon von Leuten gehört, die in Amerika leben, und denen dann manche deutschen Wörter auf Anhieb nicht mehr einfallen.
Ist dir denn, als du die französische Sprache gelernt hast, das Verben konjungieren auch so schwer gefallen? Ich finde das wirklich schwer, ich glauber, die Franzosen wissen da manchmal selbst nicht, wie es richtig konjungiert wird.
Die Burg sieht wirklich sehr schön aus, ich finde solche alten Burgen ja total interessant. Aber es ist ja schade, dass es dort nur noch wenige restaurierte Altstädte gibt.
Aber interessant finde ichs trotzdem, weil mich einfach die Schauplätze des Romanes interessieren.
Boulogne kam im Roman auch vor, soweit ich mich erinnere, ging Mylady dort nicht an Land, als sie von England zurückkam? -
@Kalou
Oh, jetzt hab ich wieder ein neues französisches Wort gelernt, ich habs im Wörterbuch gegoogelt, es heisst einladend.
Chapeau, dass du als Französin so gut Deutsch schreibst, und sogar ganze Fanfics verfasst, das ist schon eine Leistung.
Eine Industrie geprägte Gegend, das ist dann wohl mit dem Ruhrpott zu vergleichen, dort gibt es auch noch Kohleminen, die man besichtigen kann.
Gibts denn in der Gegend dort auch noch richtig alte Städte mit einer schönen Altstadt und gibt es dort eigentlich auch noch alte Burgen, die man besichtigen kann? -
Ich habe bei meinem Einkaufsbummel heute folgende DVD entdeckt:
[Blockierte Grafik: http://images.weltrecords.de/img/cover/000/001/130/000001130622.jpg]
"Musketiere für den König", ein Film, in dem es um Valentine, eine Tochter von d´Artagnan geht, die nach Paris gehen will, um Musketier zu werden. d´Artagnan wird von Michael York gespielt, was ich persönlich als Besetzung nicht so passend fand, ich fand ihn schon in der 70er Verfilmung von Lester als d´Artagnan unpassend. Bis heute wusste ich gar nicht, dass er später nochmal den d´Artagnan gespielt hat. Dann gab es noch Porthos, der von Jonathan Rhys Davies (Gimli aus Herr der Ringe) gespielt wurde, auch das fand ich nicht so passend, weil ich in diesem Schauspieler eben immer Gimli sehe.
Im Film wurde vieles aus dem Musketierroman entnommen, so gerät Valentine in Paris mit Gaston, Antoine und Etienne (so heißen die Söhne von Athos, Aramis und Porthos im Film) aneinander, und duelliert sich mit ihnen bei einem alten Kloster, wobei dann die Garde des Kardinals auftaucht.
Der Film hält sich nicht an die Buchvorlage, weil da ja nur Athos einen Sohn hatte, und die anderen keine Kinder. Planchet ist im Film ein verheirateter Wirt, und sein Gasthaus das inoffizielle Hauptquartier der Musketiere.
Es gibt im Film humoristische Noten, und außerdem viele gut gemachte Degengefechte.
Was mich etwas störte, ist, dass Athos, Porthos und Aramis als Schauspieler durch Frankreich tingelten, während d´Artagnan in der Gascogne als Schweinezüchter lebte.
Dann gab es im Film noch eine Lady Bolton, die stark an Mylady de Winter erinnert, eine Spionin von Kardinal Mazarin.
Absolutes Highlight des Films war für mich der aus der Serie "Die Tudors" bekannte Jonathan Rhys Meyers, der in dem Film König Louis XIV spielte.
Obwohl der Film schon etwas älter ist, kannte ich ihn bisher nicht.
Im Film kommt auch ein Kardinalsgardist vor, der neidisch auf die Musketiere ist, weil er selbst nicht dort aufgenommen wurde, und sich zum Ziel gesetzt hat, alle Musketiere zu töten(die Rivalität zwischen Kardinalistengarden und Musketieren kommt im Film mehrmals deutlich zur Geltung.'
Ich finde, dass Gerard Depardie den intriganten Kardinal Mazarin geradezu perfekt verkörpert hat.
Oben im Bild sieht man ihn als Kardinal, außerdem sind Lady Bolton und der intrigante Kardinalist, der alle Musketiere auslöschen will, zu sehen.Dann wird d´Artagnans Tochter beschuldigt, die Nichte von Kardinal Mazarin ermordet zu haben, und nun muss sie fliehen, und mit Hilfe der Söhne der anderen Musketiere, ihrem Vater und deren Vätern, ein Mordkomplott aufdecken, und die zukünftige Gattin des sonnenkönigs, die spanische Prinzessin Maria Theresia retten.
Außerdem geht es in dem Film um einen Brief, in dem Königin Anna Herzog Buckingham erzählt, dass sie ein Kind von ihm erwartet (da haben die Produzenten wohl den Roman nicht richtig gelesen, und nicht gemerkt, dass Buckingham schon zehn Jahre tot war, als der Sonnenkönig zur Welt kam).Kennt außer mir noch jemand diesen Film und hat ihn gesehen?
Ich fand ihn ganz gut, wenn mir auch der andere Film mit d´Artagnans Tochter von 1995 viel besser gefallen hat. Stellenweise erinnert dieser Film ein wenig an den anderen. -
@Kalou
Das mit diesem Päärchen auf dem Campingplatz klingt ja echt witzig...fast wie aus so einem Comedyfilm. Den Film muss ich mir echt mal ansehen, damit ich mir was drunter vorstellen kann. Als ich das gelesen hab, musste ich wirklich schmunzeln...vor allem bei dem sogenannten Schwimmbad ("dasch Wascher geht mir bisch da), das war wirklich witzig.
Das mit den Boves klingt echt interessant, hab mir den Link mal angesehen.
Das mit den Robben stelle ich mir auch schön vor, das ist bestimmt interessant, die so aus der Nähe zu beobachten. Sie scheinen ja gar nicht scheu zu sein, wenn sie sich nicht an den Schwimmern stören, und sogar direkt neben ihnen auftauchen.
Dein Urlaubsbericht ist wirklich interessant und auch lustig zu lesen, vor allem die Stelle mit dem Päärchen am Campingplatz.