Naja, so was ´Welpenartiges´ mit großen Augen und ein Sportwagen ... ähem, passt zum in die Ohrläppchenkneifen und Hände hoch halten, lässt mich jetzt aber weniger an einen Frauenschwarm denken ![]()
Beiträge von kaloubet
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Naja, wie d´Artagnan ihm schon vorwirft: er hätte es ihm sagen können. Eine Freundschaft sollte das vertragen. Nur ist unklar, was d´Artagnan daraus gemacht hätte. Abgesehen davon finde ich ihn zu engagiert, um zu sagen, es sei nur zur Unterstützung Aramis´ gewesen. Immerhin spietl Grimaud eine nicht unwesentliche Rolle bei der Flucht des Herzogs.
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Der Terrier im Sportwagen, eigentlich eine gute Beschreibung Aramis´, nicht wahr?
Schade nur für die Inneneinrichtung - des Autos, meine ich. Obwohl er bei Aramis vermutlich recht gut erzogen sein müsste, gut abgerichtet *folg mal der Dame da*. Athos mit Jagdhund, ja, dem kann ich folgen, in Fracasso hatte Bréval (Athos´ alter Ego) auch einen Hund, er hieß Mörder. Ich meine, es wäre ein Jagdhund gewesen. Einen Schäferhund fänd ich auch möglich, auch recht gut abgerichtet, aber lange nicht so gut, wie der Aramis´. Ein nonchalanter Hund, der gerne mal seine eigenen Wege geht, was sein Herrchen recht kalt lässt. Auch wenn er wieder einmal mit einem zu Unrecht erlegten Huhn heimkommt
. Porthos´ Hund sollte groß, haarig, gemütlich und absolut unerzogen sein. *Wer hat den Tisch abgeräumt? Wo ist der Braten?*
, der unterdessen von d´Artagnans Dackel ... Dackel? Ja, Rauhhaar ... aufgefressen wird, während der Bernhardinermix schwanzwedelnd daneben liegt. -
Ich denke, Porthos ist sich gar nicht bewusst, dass er heldenhaft agiert. Es ist normal für ihn, seinen Freunden beizustehen, normal, den Anweisungen Aramis´ zu gehorchen und ebenso normal, dessen Fehler zu verzeihen. Er ist eigentlich die sympathischste Figur der vier, denn sein Charakter scheint mir der offenste, der am wenigsten ´hinterhältige´. Was nicht heißen soll, dass ich die anderen drei als ´hinterhältig´ im eigentlich Sinn bezeichnen möchte, aber jeder, vor allem Aramis und d´Artagnan, hat verborgene Seiten, die er den Freunden nicht zeigt. Athos vielleicht am wenigsten, ähnlich wie Porthos, doch auch er spielt Spielchen, siehe sein Verhalten in VAA.
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Können wir, deswegen habe ich ja das ö.ä. in den Thread geschrieben

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Das heißt, du siehst Porthos als Helden? Da würde ich dir zustimmen, er ist zutiefst menschlich und von einer unübertroffenen Herzensgüte. Sein Leben ist tatsächlich tragisch, auch wenn er selbst das nie so sehen würde. Seine Frau hat er nie geliebt, er ist, wenn man genau hinschaut, eigentlich recht einsam - nur die Freundschaft hält ihn aufrecht, aber die nimmt, relativ gesehen, recht wenig Platz in seinem Leben ein. Zeitlich meine ich.
Aramis und Salieri? Meine Kenntnisse über Salieri stammen aus dem Film ´Amadeus´, dort wird er ja als neidisch und unbegnadet hingestellt, Aramis hingegen hat durchaus Größe und Intelligenz. Es war nicht sein Fehler, dass ihr Plan scheiterte, er wäre gut gewesen ... insofern würde ich Aramis eher mit Mozart vergleichen, denn er hat durchaus Züge eines Genies, zumindest was die Geistesgaben anbelangt. Er hat nie jemandem etwas geneidet ... -
Da das Thema nicht wirklich zu den größeren Bereichen passen will, mache ich den Thread einmal hier auf. Welche Automarken - oder anderen modernen Dinge - würde denn zu unseren Helden passen?
Aramis sagte:ZitatAthos natürlich in nobel abgewetztem Cadillac mit
Mahagoni-Innenverkleidung und edlen Ledersitzen, und Aramis in irgendwas
Sportwagenmäßigem, Lamborghiniartigem, mit dem er dauernd mit
Höchstgeschwindigkeit auf der Überholspur dahingasen kann -
und Alienor:
Zitatda würde Porthos wohl den teuersten Porsche fahren, natürlich mit einer Kühlerhaube aus falschen Gold

Ich persönlich sähe Athos auch in einem Citroen, vielleicht einem schwarzen DS, das waren die, die die französischen Präsidenten gefahren haben. Irgendwas edles, aber nicht mehr so neu. Porthos? Rolls, klar
. Aramis? Hm. Der Sportwagen käme schon hin, oder ein Mercedes, wie heißen die Zweisitzer mit den schweren Motoren? D´Artagnan ein 4x4, nicht das neueste Baujahr, vielleicht kaki, armeemäßig. -
Das mit der Wüste war wohl eine abstruse Theorie, ich hab da auch mal einen Film drüber gesehen ... aber um mal auf das Thema zurückzukommen: Mich würde wirklich interessieren, welcher der vier ´Helden´ für euch auch im Sinne des Wortes einer ist.
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Das Forschungsgebiet stell ich mir jetzt lieber nicht vor. 
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Hier die verlegte Diskussion:
Alienor schrieb:
ZitatDanke für den Tipp, ich denke, ich werde mir einmal ein Buch mit seinen Comics bestellen.
Mir gefällt das, wenn jemand solche heiklen Themen wie Diskriminierng,
Mann-Frau Beziehung erbarmungslos aufs Korn nimmt..ich wollte auch, ich
könnte selbst so gut zeichnen und solche Comics machen.War das kleine A****loch eigentlich auch von ihm?
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Oh, die steht bei mir rum und ich habe sie immer noch nicht angesehen. Silvia gab sie mir mal und meinte, sie sei wirkich grottenschlecht. Wenn meine Erinnerung stimmt, dann wollte sie sie sogar entsorgen ... bin mir aber nicht mehr so sicher. Jedenfalls habe ich mich seither noch nicht dazu aufgereafft, den Film mal in Gänze anzugucken, ich glaube, ich habe mal reingeschaut und entsetzt wieder ausgemacht
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Schnecken ins Klo?
Die armen Viecher. Aber vermutlich haben sie überlebt und säubern jetzt die Kanalisation
. Ich musste grad echt grinsen, wusste nicht, dass in der Haustierhaltung - vor allem von Kleinsttieren - derartiges Comediepotential steckt. Hätt´s damals schon derartige Mitbewohner gegeben - also bewusst angeschaffte - könnte man ja grad ein Hauswesenkapitel draus machen
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Ich hatte nie Fische, aber unsere Katze leerte vor einigen Jahren den Goldfischteich unseres Nachbarn
- plötzlich lagen so blässliche Glibberteile im Hof rum, Katze saß dabei und fand sie nicht mehr wirklich interessant, nachdem sie sich nicht mehr bewegten. Wir haben nix gesagt und sie auf den Misthaufen geworfen ... unser Nachbar meinte später mal so ganz nebenbei, er habe das mit den Goldfischen jetzt aufgegeben ... -
@Solitaire:- OT - Dein Avatar hat segnende Finger
, aber er sieht nicht aus, als wolle er Gutes tun
-OT - Christliche Fernsehsendungen? Oh Graus. Da hab ich noch nie reingeguckt, mir geht schon die salbungsvolle Stimme im Radio bei diversen religiösen Beiträgen tierisch auf den Keks. Das mit dem Nahtod, nunja, ich hatt´s zum Glück noch nie und will mir kein Urteil anmaßen, aber ein bisschen klingt das für mich nach verbrennenden Nervenenden ... -
Nicht alle Hunde haben das. Am meisten Probleme hatten wir mit unserem ersten und bisher einzigen Rassehund - er kannte bis zum Alter von vier Monaten nur den Keller (zumindest vermuteten wir das) und wenn man ihn rief, dann war die erste Reaktion: Flucht: so schnell und so weit wie möglich. Inzwischen hat mein Mann mehrere Kurse bei einem Hundetrainer besucht und sich auch dazu ausbilden lassen, jetzt hört er zum Glück auf´s Wort und man muss ihn nicht mehr einen ganzen Tag in gnadenloser Hitze und sengender Sonne suchen ...
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Ich werf mal die Nostalgie des Fin de Siècle in die Waagschale. Aber wenn man so drüber nachdenkt, der leidende Held ist tatsächlich in den moderneren Verfilmungen eher rar. Wie steht´s mit Büchern? Guten Büchern mein ich jetzt, kein Schmachtzeug ... nee, die haben heute keine Helden mehr, oder? Ich wüsste ad hoc keines zu nennen, das einen Moor oder was ähnliches aufbieten könnte.
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@Alienor: 15-18 Jahre? Das ist beachtlich! Ja, der berühmte Katzenblick, schrecklich, nicht? Mein Kater - etwas jünger, grad mal zwei - oder drei?, weiß nicht mehr genau - manifestiert sich allerdings immer lautstark, und zwar, sobald man an den Kühlschrank geht. Die andere Katze, eine dünne Dame, die man dann sieht, wenn sie sich bewegt - sie ist ungefähr halb so dick wie der Kater - ist eine Mimose und möchte immer durch die Hunde durchgetragen werden. Sie setzt sich auf die Scheunentreppe und miaut. Und wer geht raus und trägt sie rein?
Der Kater dressiert die Hunde - mit erhobener Pfote sitz er im Hof, kommt nur, kommt, und wenn sie alle drei auf ihn losstürmen, bleibt er ganz cool ... und die Hunde trollen sich. Wir haben drei, eine davon auch aus einer Tötungsstation, aus Ungarn, auch über so einen Verein vermittelt. Allerdings hat sie noch nie geklaut, nur darf niemand der anderen Hunde, ob groß, klein, dick oder dünn, an ihren Fressnapf, wenn sie am Fressen ist. Da wird geknurrt ohne Ende. Und wenn die anderen beiden im Hof schlafen, dann hat sie die Reste einer Maus (die bringt ihr der Kater), liegt damit auf dem Hundekanapee und lässt niemanden mehr rein 
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@Astrid: Zu deinem oberen Posting, dass Kriege sehr oft im Namen der Religion geführt werden: Das stimmt, und damit wird mein Argument, man bräuche sie, um dem Nachbarn nicht mehr die Keule über die Rübe zu hauen, ad absurdum geführt. Was bleibt, ist das schlechte Gewissen
. Kirchenschelte? Ja. Ich kann mit dieser Institution nur wenig anfangen, das gebe ich zu. Einzelne Menschen haben in ihrem Namen Großes geleistet, gläubige Menschen bewundere ich, aber die Kirche an sich, vor allem die katholische, finge ich doch serh fragwürdig ... -
Klassisch gesehen ist nur der tragische der wahre Held. Unschuldig schuldig, wie Karl Moor. Die andere Variante ist moderner, so ziemlich alle Actionfilme bieten doch ein Happy End, sprich der Held schafft es, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen ...
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Klar, Damast *blödsei*, das schillernde Zeug. Ich bin in Sachen Stoff völlig unbeleckt ... Knöpfe annähen ist so das höchste, irgendwas nähen überfordert mich
. Ob er Abt wird, weiß man nicht, er ist ja im VdB Eveque de Vannes. Ich nehm mal an, auch da darf er um Luxus wohnen. -
KLosterzelle?
Jamais il n'avait vu appartement plus guerrier à la fois et plus élégant.
A chaque angle étaient des trophées d'armes offrant à la vue et à la
main des épées de toutes sortes, et quatre grands tableaux
représentaient dans leurs costumes de bataille le cardinal de Lorraine,
le cardinal de Richelieu, le cardinal de La Valette et l'archevêque de
Bordeaux. Il est vrai qu'au surplus rien n'indiquait la demeure d'un
abbé ; les tentures étaient de damas, les tapis venaient d'Alençon et
le lit surtout avait plutôt l'air du lit d'une petite- maîtresse, avec
sa garniture de dentelle et son couvre-pied, que de celui d'un homme qui
avait fait voeu de gagner le ciel par l'abstinence et la macération.
Kurz zusammengefasst: Er hatte nie ein eleganteres und gleichzeitig kriegerisches Appartement gesehen. In jeder Ecke standen Waffen, vier große Gemälde zeigten verschiedene Kardinäle im Kriegsgewand. Nichts verriet die Behausung eines Abbés: Die Tapeten waren aus Damas ( was für ein Stoff auch immer das ist), die Teppiche aus Alencon und das Bett sah aus wie das einer Mätresse mit seinem Schmuck aus Spitze und seinem Überwurf und nicht wie das eines Mannes, der Abstinenz und Kasteiung geschworen hatte (ziemlich frei übersetzt.)