Beiträge von kaloubet

    Hm, man könnte natürlich auch argumentieren, dass Gott oder Götter schlechthin ein wenig zwanghaft sind ... lasst sie frei und lebt unbeschwert, will sagen, so ein netter Atheismus hat auch was für sich. Man ist wenigstens keinem Rechenschaft schuldig - außer sich selbst. Aber genau das ist ja die Bredouille, ich denke, dass diese Geschichte mit der Religion einfach auch sehr viel mit Ethik und ethischem Handeln zu tun hat. Mein Nachbar hat das bessere Fleisch? Wunderbar, ich hau ihm eins mit der Keule und hab ´ne Weile ausgesorgt. Nee, da musste eine übergeordnete Instanz her, die Ordnung schafft. Wir erfinden uns ein paar Götter, die Gesetze erlassen, die indiskutabel sind - und so geht´s den Menschen doch gleich besser, wenn sie sich denn dran halten ...

    Muss sie auch nicht. Nur sollte sie nicht im Vordergrund stehen, denke ich. Aber irgendwie will mir scheinen, dass ich immer Athos im Kopf habe, wie er sich in England verhält. Und das hat für mich so was herrlich Unlogisches, einfach nur Impulsives, das ein wenig von Heldentum an sich hat. Weil er eben nicht abwägt, denn er nimmt den Tod in Kauf, um einer Idee zu folgen. Andererseits ist das auch fürchterlich egoistisch, denn Raoul würde ja Waise werden, hätte niemanden mehr, und auch das nimmt er in Kauf ...

    Aramis: Das macht es halt so schön einfach. Ist doch wunderbar und gibt meinem Leben Sinn. Ich glaube, viele halten es nicht aus, zu denken, wir seien wirklich nur Staub. Obwohl´s schon in der Bibel stand, oder irre ich mich da? Bin schrecklich bibelunbelesen ... Die Aufklärung bewirkte zwar, dass man denken durfte, aber wer tut das denn? Wer tat´s, wer tut´s - ich liebe dieses Verb ;) - solange ´da oben´einer sitzt, der die Aufsicht führt und mich womöglich noch entlastet (Beichte), nun denn, was will man mehr? Verantwortung? Welch schrecklich´ Bürde ...
    2Times: Die Kirche bzw. der Vatikan scheffelt Geld, das ist wahr. Anscheinend gehören dem Vatikan ja Unmengen an Wohnungen, für die er munter Miete kassiert, aber keine Steuern bezahlt. Und das ist sicher nur ein Kleckerbetrag. Gut organisiert, wirtschaftlich rentabel ... wer würde eine derartige Organisation ernstlich überdenken wollen.
    @Alienor: Siehe oben - solange das stimmt, solange die Kirche Geld verdient, wird sie sich nicht verändern. Ich frage mich, ob diese Diskussionen wirklich ernsthaft geführt werden (Zölibat etc.), denn die Spitze hält doch sicher nix davon.

    Nicht unbedingt würde ich jetzt mal sagen. Vernunft ist für mich weniger bedeutend, als Menschlichkeit. Nein, eigentlich hat für mich Vernunft nichts bei Heldentum zu suchen, denn wer vernünftig denkt, der wägt das Für und Wider ab - und kommt am Ende womöglich zu dem Schluss, dass sich der Einsatz nicht lohnt. Deswegen darf bei einem wahren Helden, wenn wir denn annehmen, dass jemand ein Held ist, wenn er sich für andere einsetzt und u.U. auch opfert, die Vernunft nicht im Vorgergrund stehen. D´Artagnan betrachtet Athos ja auch, als sei er verrückt geworden ^^

    @Alienor: Uh, dem Titel nach klingt das nicht so kulinarisch *schüttel*. Monin ist fein, aber ein wenig süß, oder?
    Aramis: Oh, ich wollte nicht was Abschließendes sagen, sondern nur so meinen Senf dazu geben, sorry. War wohl wenig geistreich. :| Kulinarisch werde ich mich auf jeden Fall verbessern, ich habe mir nämlich einen neuen Herd gegönnt. Also her mit den guten Rezepten ;) .

    Das ist ein sehr interessantes Thema :thumbup: . Ich meine ja, dass sich die katholische Kirche irgendwann überlegen MUSS, ob sie so weitermachen will, sonst besteht sie am Ende nur noch aus einem Rumpf, der vor lauter Altersschwäche schon gar nicht mehr denken kann. So wie bei Life of Brian: und wo ist die Judäische Volksfront? Die sitzt da drüben ^^ (Wobei ich grad nicht mehr weiß, ob´s nicht die Volksfront von Judäa war). *Hüstel, Thema!* Aber ich finde es schlichtweg anmaßend, dass Priester sich erlauben, Menschen vor der Heirat beraten zu wollen, obwohl sie von diesem Thema doch weiß Gott - oh, sorry, sollte ich in diesem Thread als Verstärkung wohl vermeiden - keine Ahnung haben. Fragt man mal einen Angehörigen der kath. Kirche, wie denn diese Dinge in der Bibel gemeint seien und woher sie stammen, dann erhält man keine Antwort und das nervt mich schon seit Jahren. Denn die Bibel ist für mich nichts anderes, als eine Ansammlunge von Weisheiten, die weit älteren Datums sind. ich fände es ungemein interessant, zu wissen, woher diese Gedanken stammen, wer sie zuerst dachte und warum ... aber da rührt man an was Sakrosanktes ...

    Hm, wenn man Helden so charakterisiert, wie Alienor und 2Times, sprich, ein Held ist eine fiktive Hauptperson ohne Fehl und Tadel, dann gibt es - zum Glück - keine Helden in unseren Lieblingsbüchern. Das ist ja auch das, was man im Allgemeinen unter einem Held versteht, der tolle Saupermann, der zum Aufräumen kommt - ja, doch, hat was von Meister Proper ;) . Und genau der ist, da geb ich euch, 2Times und Alienor absolut Recht, stinklangweilig. Ob als Frau oder als Mann. Alle Filme, die aus d´Artagnan den Helden machten - und das waren ja die meisten, leider, gaben diese prickelnde Vielschichtigkeit auf und begaben sich in den Sumpf der Langeweile - alles vorhersehbar, kommt d´Artagnan, kommt Hilfe, Happy End inklusive und mit untergehender Sonne im Rücken bitte. Wahlweise vor dem Thron des eben geretteten Königs.
    Wenn man aber Helden anders definiert, nämlich so, wie es Aramis getan hat, dann könnte es doch den einen oder anderen Helden in den Büchern geben. Denn wenn ein Held jemand ist, der gegen alle Logik, gegen die Meinung der anderen, gegen sein eigenes Wohlbefinden einem anderen zu Hilfe eilt ... nun denn, das klingt sehr nach Athos und Charles I. Die Frage ist nur, macht er das aus Menschlichkeit? Aus Mitleid? Dann wäre er tadellos und hätte bei dieser Heldendefinition die Kriterien erfüllt. Ich behaupte aber, es macht es, weil es sich, in seinen Augen, so gehört. Weil Ehre und Anstand es verlangen und weil er sein Wort gegeben hat. Klar, Mitleid ist sicher auch dabei, auch Abenteuerlust. Aber reicht das, um ein Held zu sein? Zumal er scheitert, also nix mit Sonnenuntergang ...

    Bei einer Diskussion in einem anderen Thread kam die interessante Frage auf, ob wohl Aramis ein Held sei. Da in den diversen Verfilmungen zumindest d´Artagnan als ein solcher gehandelt wird, wollte ich mal die Fragen stellen: Was ist für euch ein Held? Und gehören unsere vier - ich darf jetzt nicht Helden sagen ;) - Hauptpersonen dazu?

    *g* - schade, dann war´s nix mit dem Chor. Zumal der Arme nach dem Sprung ja auch noch Mme de Longueville zu sich entführte. Nehmen wir mal an, die beiden hätten nicht nur Kirchenlieder gesungen ;) . Aramis, ein Held? Gute Frage. Wär eigentlich einen eigenen Thread wert: Wer der vier hätte das Zeug zum Helden? Oder grundsätzlich, was ist ein Held?

    :D Nüsse färben gut. Asche auf mein Haupt? Nein, taugt wohl nur zum Waschen ;) Aber so ganz geht das Alter nicht an ihm vorbei - ist es nicht Porthos, der im VdB zu d´Artagnan sagt, dass Aramis ein - oder mehr?? - Zahn fehle? Und danach entbößt er sein makelloses Gebiss ^^