Beiträge von Alienor de La Fére

    @Kalou

    Ja, Prag lohnt sich wirklich, ich fand es sogar noch schöner als Rom, und das will etwas heißen. Wenn man durch die Altstadt von Prag geht, fühlt man sich wirklich in vergangene Jahrhunderte versetzt...die Stadt wäre als Kulisse für einen Musketierfilm geradezu perfekt. Es gibt in Prag sogar ein Haus, das schon 1.200 Jahre alt ist. Prag kann ich jedem nur empfehlen, vor allem das goldene Gässchen und den Hradschin sollte man sich auf jeden Fall ansehen. Und oben auf dem Hradschin gibt es ein Mittelaltermuseum, und man kann sich alte Waffen und Rüstungen aus verschiedenen Jahrhunderten anschauen, draußen stehen außerdem noch Kanonen aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Und in Prag hat man den Vorteil, dass ein Ticket sowohl für Metro, Straßenbahn und Bus gilt, jeweils nur umgerechnet einen Euro kostet, (25 tschechische Kronen sind 1 Euro) und man damit eine halbe Stunde lang jedes der Verkehrsmittel benutzen kann. Bier kostet in vielen Gaststätten umgerechnet 1,50 Euro, und in fast allen bekommt man gute, traditionelle böhmische Küche. Auf dem Hradschin sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen und sich dort in aller Ruhe umschauen, beispielsweise kann man dort auch die Gasse sehen in der der Film "Amadeus" gedreht wurde, und es gibt dort oben außerdem drei Klöster, die anzuschauen sich auch lohnt. Viele Teile des Burgbergs kann man erkunden, ohne dafür zu bezahlen, man kann ein Stück in den Dom und in den Hradschin hinein, wer aber alles sehen will, und auch in den alten Königspalast aus dem Mittelalter und das goldene Gässchen will, bezahlt umgerechnet 12 Euro für ein Ticket. Das Ticket gilt dann für zwei Tage, und man kann damit das Goldene Gässchen, Hradschin, Veitsdom und noch verschiedene Sehenswürdigkeiten in der Stadt wie den Pulverturm besichtigen. Das Goldene Gässchen kann ich jedem nur empfehlen, die Häuschen sind nach verschiedenen Jahrhhunderten eingerichtet, von Mitte des 20. bis zum Mittelalter.
    Und gerade in der Altstadt sind die Gasthäuser so schön rustikal und teilweise wie im Mittelalter eingerichtet, mit Balkendecken, Fellen auf den Bänken und Kerzen auf den Tischen, und entsprechender Musik, wer diese Lokale betritt, hat das Gefühl, um Jahrhunderte zurückversetzt worden zu sein, wer in Prag ist, sollte auf jeden Fall so ein Gasthaus besuchen.
    Das war wohl jetzt etwas ausschweifend...aber wenn ich mal anfangen, von Prag zu schwärmen, finde ich kein Ende. Vielleicht könnte man ja mal einen Thread eröffnen, in dem User hier Reiseziele empfehlen und genauer beschreiben können, eben solche Ziele, die für uns Musketierfans interessant sein könnten.
    Um mal zurück zum Bier zu kommen...Glühbier schmeckt ganz lecker, und nicht so bitter, weil der Kirschaft für eine süsse Note sorgt, und man auch die Gewürze sehr gut herausschmeckt. Met ist eines meiner Lieblingsgetränke, seitdem ich es einmal auf einem Weihnachtsmarkt probiert hatte. Bei der Biersuppe kommt es darauf an, welche Sorte du nimmst, die dunklen Biere schmecken in der Suppe intensiver als die helleren. Wer den Biergeschmack nicht so gerne hat, kann etwas Creme Fraiche hineingeben, dann schmeckt man das Bier nicht mehr so heraus. Wie Zwiebelsuppe schmeckt es nicht, mich erinnert es vom Geschmack her eher ein wenig an Brotsuppe.

    @Kalou

    Ich werde mal, wenn ich das nächste Mal in Prag bin, versuchen mehr über den Ursprung des Hausnamens herauszufinden. Google gibt leider nicht allzu viel her, aber ein paar Einheimische werden sicher wissen, was es damit auf sich hat. Gerade in Prag waren damals viele Soldaten, und direkt bei Prag, wo heute die Vororte sind, fand im frühen 17. Jahrhundert eine entscheidende Schlacht zwischen Katholiken und Protestanten statt. Es wäre also durchaus möglich, dass dieses Haus nach drei Soldaten, die sich dabei vielleicht besonders hervortaten, benannt wurde, oder vielleicht haben ja auch drei Soldaten dort logiert..
    Wenn ich irgendwann etwas herausfinde, werde ich es selbstverständlich hier reinstellen.

    Diesen Thread habe ich aufgemacht, weil Engel aus Kristall in "Die Musketiere heute" erwähnt hat, dass es in Prag ein "Haus zu den drei Musketieren" gäbe.
    Ich war letzten Monat in Prag, aber da habe ich nichts davon mitbekommen, weil dieses Haus schon vor dreihundert Jahren abgerissen wurde, und das Palais, das anschließend auf den Grundmauern errichtet wurde, heute die deutsche Botschaft beherbergt. Heute wird das Haus von den Pragern "Palais Lobowicz" genannt, an den Namen "Zu den drei Musketieren" erinnern sich vermutlich nur noch wenige.
    Ich habe dank Google herausfinden können, dass das "Haus zu den drei Musketieren" seinen Namen bereits im Jahre 1627 trug, und das finde ich sehr interessant, da die historischen Musketiere damals noch gar keine Musketiere waren, sondern noch Kinder und Jugendliche.

    Hier mehr zur Geschichte des Palais:

    http://www.prag.diplo.de/Vertretung/pra…_salfeller.html

    Ich finde es interessant, dass man in Prag bereits um 1627 ein Haus "Zu den drei Musketieren" nannte, als eigentlich noch niemand diese Musketiere kennen konnte.
    Und mir stellt sich nun die Frage, wie dieses Haus zu seinem Namen kam, lange bevor Porthos, Athos, Aramis und d´Artagnan um 1640 zu den Musketierne kamen, und durch den Roman Gatien de Courtilz de Sandras’ Roman „Les mémoires de M. d'Artagnan um 1700 erstmals bekannt wurden.

    Oder gab es womöglich mehrere mögliche historische Vorbilder für die drei Musketiere?

    @Engel

    Deine Frage hab ich erst jetzt gesehen, sonst hätte ich bestimmt schon früher geantwortet.
    Das Musketierhaus habe ich leider nicht gesehen, weil es das einstige Haus nicht mehr gibt. Bei der Führung hat die Reiseleiterin nur von oben, vom Hradschin aus auf das Nachfolgegebäude gezeigt, und nur gesagt, dass es die deutsche Botschaft wäre, man konnte es vom Hradschin aus sehen, es liegt unterhalb des Hradschin auf der Kleinseite. Von den Musketieren hat die Frau nichts erwähnt, erst durch Google habe ich jetzt herausgefunden, dass einst, bis zum Ende des 17. Jahrhunderts ein Haus mit Namen "Zu den drei Musketieren" dort gestanden haben soll, wo heute das später erbaute Palais, in dem sich jetzt die deutsche Botschaft befindet, ist.
    Ist das nicht seltsam, dass es bis Ende des 17. Jahrhunderts ein Haus dieses Namens gab, lange bevor Dumas die Romane schrieb? Weisst du denn vielleicht, wie das Haus zu seinem Namen kam? Wir haben das Gebäude, das am Rande der Kleinseite liegt, auch nur von oben vom Hradschin aus gesehen, sind nicht extra bei der Führung hingegangen.
    Ich frage mich, wie es möglich sein kann, dass es in Prag im 17. Jahrhundert ein Haus dieses Namens gab ? In dem Nachfolgebau, der darauf errichtet wurde, ist heute die deutsche Botschaft untergebracht.
    Auf jeden Fall lohnt Prag eine Reise, unter den europäischen Städten, in denen ich bisher schon war, ist es mein absoluter Favorit. :thumbup:
    Prag wäre für eine Musketierverfilmung der ideale Drehort, weil es dort heute noch viele Gassen gibt, die an das Paris des 17. Jahrhunderts oder des Mittelalters erinnern. Und der Hradschin ist auch einen Besuch wert, das einstige Palastgebäude ist noch fast originalgetreu erhalten, und man kann durch die Räume gehen, in denen einst König Karl IV residiert hat, ich fand das wirklich überwältigend.
    Schade, dass ich in Prag nichts von diesem "Haus zu den drei Musketieren" gewusst habe, sonst wäre ich bestimmt mal zu dem Gebäude gegangen, und hätte versucht, mehr über den Vorgängerbau herauszufinden.

    @Engel

    Radler hab ich auch schonmal probiert, ich fand den auch ganz gut, ist im Sommer eine herrliche Erfrischung.
    Früher habe ich Bier auch nicht gerne pur getrunken, im Teenageralter mochte ich nur süßes Bier, aber mittlerweile trinke ich auch gerne die puren Sorten, am liebsten ein kräftiges, dunkles Bier, wie das Oktoberfestbier von Paulaner.
    Und im Winter bevorzuge ich Glühbier..hast du das schonmal probiert? Dazu muss man den Bier einfach nur mit Honig, Kirschsaft, Rum, und Glühweingewürz erhitzen, schmeckt wirklich gut.
    Und was ich auch gerne mag ist Biersuppe.

    http://www.kochbar.de/rezept/259826/Biersuppe.html

    Ich füge dem Rezept immer noch Honig und eine Brise Zimt hinzu, das gibt dem ganzen eine besondere Note.

    @ 2 Times

    Erdinger habe ich auch schon probiert, hat mir auch ganz gut geschmeckt.
    Schon seit 1500? Ganz schön lange..und birgt ja immer noch für Qualität. Ich hab schonmal eine Braurei besichtigt, und da konnte man gut sehen wie das Bier hergestellt wird, fand ich sehr interessant.
    Das einzige Bier, das mir nicht gut geschmeckt hat, war Guiness, dieses irische Bier, kennst du das? Aber das ist wohl Geschmackssache, es gibt bestimmt auch Leute, die das mögen.
    Und Bier hat außerdem, im Vergleich zum Wein noch ein besonderes Plus: Bier hat nur halb so viele Kalorien wie Wein. :thumbup:

    @2 times

    Ich trinke auch gerne Biere ohne süsse Zusätze..kennst du Bitburger Bier? Da schmeckt mir das helle am besten, das ist nicht so bitter wie das andere.
    Und von den deutschen Marken finde ich außerdem Paulaner und Köstritzer sehr gut. :thumbup:
    Und interessant sind auch die süssen Biere wie "Kaktusfeige" und "Himbeere", und was es alles mittlerweile nicht gibt..
    Weisst du eigentlich, aus welchem Jahr dieses Reinheitsgebot ist?

    @Kalou

    Nein, Amer habe ich noch nie probiert, Orangenlikör gibt es bei uns leider nicht zu kaufen. Bei uns bekommt man nur italienischen Zitronenlikör, und den habe ich bis jetzt nur im Wein probiert. Früher, als es bei uns die süssen Biere noch nicht gab, habe ich manchmal Tritop in das normale Bier gemacht, war auch lecker. :thumbup:

    @Kalou

    Ja, ich finds auch schade, dass es das Bier nirgendwo zu kaufen gibt. Es schmeckt wirklich gut, und wäre mit Sicherheit meine Lieblingssorte geworden.
    Dass der Elsass eine Bierregion ist, wusste ich noch gar nicht, Kronenbourg kenne ich, dachte immer, das wär eigentlich eine belgische Sorte. Ich glaube, die hatten noch mehr Sorgen, unter anderem mit Himbeer und Erdbeergeschmack, in Belgien wurden ja schon süsse Biere hergestellt, als es in Deutschland noch kaum welche zu kaufen gab.

    Ich hab mir mal den Metroplan von Paris angesehen, und dabei eine Station entdeckt, die "Alexandre Dumas" heisst. [dunkelblaue Linie 2]
    Weiss jemand hier, was es mit dieser Station auf sich hat? Gibt es dort vielleicht irgendetwas sehenswertes für Dumasbegeisterte?

    @Kalou

    War heute mal in der Stadt gucken, ob ich das Bier finde, aber leider ohne Erfolg. Nichtmal bei Karstadt, wo es viele ausländische Biersorten gibt, hatten sie es.
    Aber falls ich nächstes Jahr nochmal nach Prag fahre, kaufe ich mir ein paar Flaschen, und kann dir dann bei Bedarf gerne eine oder zwei schicken.
    Aber wer weiss..vielleicht nennen sie ja irgendwann auch in Deutschland eine Biersorte nach den Musketieren.

    @Kalou

    Ich muss morgen sowieso in die Stadt, und werde dann mal nach dem Bier suchen, falls ich es irgendwo finde, sag ich dir Bescheid.
    Ich kann dir dann auch gerne ne Flasche schicken, du hast mir ja damals auch den Diamant Berger Film geschickt.
    Wie ist das eigentlich bei euch in Frankreich, kriegt man da in den Geschäften auch viele Biersorten? In Metz beispielsweise bekommt man in den meisten Geschäften nur wenige Biersorten.

    Ich war ja letzte Woche in Prag im Urlaub, und da ist mir folgendes tschechisches Bier aufgefallen:

    [Blockierte Grafik: http://www.goodbeer.dk/images/cz/thumb/krusovic_musketyr1.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://pivni.info/foto/galery427/b_musketyr-lezak-12.jpg]

    Das Bier schmeckt wirklich gut, und ich werde mal sehen, ob ich es bei uns in Deutschland auch irgendwo finde. :thumbup:
    Als Musketierfan lässt man sich doch gerne mal ein "Musketyr" schmecken. :thumbup:

    @Kalou

    Schade, dass es im 17. Jahrhundert den Templerorden nicht mehr gab, in den hätte Aramis perfekt gepasst, da hätte er das Soldatenleben mit dem Leben als Priester verbinden können.
    Allerdings war es für die Temper alles andere als leicht, heimliche Liebschaften zu pflegen, da bei ihnen alles streng reglementiert war, das hätte für Aramis dann vielleicht doch nicht so gut gepasst. :whistling:
    Aber Aramis hätte mit Sicherheit das Zeug gehabt, dort in eine der höchsten Positionen aufzusteigen.

    @Kalou

    In meiner um zwei drittel gekürzten Ausgabe des Vdb, die ja seltsamerweise bei uns immer "Der Mann in der Eisernen Maske" heisst, wurde das scheinbar alles gekürzt, denn da ist Athos gleich in Paris, und es sah so aus, als ob er dort fast immer wäre. Wie ist das denn mit Raoul, war er denn auch meistens auf Bragélonne, oder lebte er häufiger in Paris als sein Vater?

    @Kalou

    Athos logierte im Hotel? Das wundert mich allerdings doch etwas...wie oft war er denn in Paris? Aus der stark gekürzten Ausgabe des VdB geht nicht hervor, wie oft und wie lange er in Paris war, hat er den meistens in Bragélonne gelebt, oder war er häufiger in Paris?

    @Kalou

    Ja, ich glaube es hiess Laienpriester, bin aber nicht ganz sicher, gleichzusetzen dürfte es in etwa mit dem heutigen Diakon sein.
    Das Zölibat gibt es seit dem 11. Jahrhundert, eingeführt wurde es von Papst Gregor VII, der Papst, wegen dem Kaiser Heinrich IV den beschwerlichen Gang mitten im Winter nach Canossa machte.
    Damals gab es große Reibereien mit vielen Priestern, die die neuen Regeln nicht akzeptieren wollten, da sie mit Frauen zusammenlebten, und etliche waren sogar verheiratet(damals war es sogar noch gestattet, dass die Priester heiraten durften). Doch letztendlich mussten die Priester sich fügen, und lebten zumindest offiziell im Zölibat.
    Was Aramis betrifft, da bin ich der Meinung, dass eine Laufbahn als Musketier besser zu ihm passt, aber das ist wohl Ansichtssache. Aber du hast schon Recht, den Machthunger konnte er in einer kirchlichen Laufbahn besser stillen, denn als Musketier hätte er höchstens noch um einen oder zwei Ränge aufsteigen können.

    Etoile

    Ich glaube, es gab in Versailles eine Kaserne, ich habe das mal in einer Doku gesehen, ich glaube, die kann man heute noch besichtigen. Raoul dürfte allerdings zum Hochadel gehören, und deswegen Anrecht auf ein kleines Zimmer in Versailles haben...alle Adeligen hatten dort kleine Zimmer, die sich oft nicht einmal beheizen ließen....mir ist das ein Rätsel, wie die Leute, die damals prächtige Landgüter besaßen, solche Unannehmlichkeiten auf sich nahmen, nur um in der Nähe des Königs sein zu können.
    Im VdB hatte Raoul kein Zimmer in Versailles, sondern eine Wohnung in Paris, die, vermute ich Athos gehörte, ich glaube, bin aber nicht ganz sicher, es könnte noch Athos Wohnung aus Musketierzeiten gewesen sein. Und es gab Musketiere, die die Nacht in Versailles verbrachten, allerdings nicht zum SChlafen..sie standen nachts als Wachen vor den königlichen Gemächern.