Aufsatz über Comic-Adaptionen auf Comicgate

  • Hallo ins Forum,

    ich bin neu hier und diese ist mein erster Post. Ich habe mich das letzte halbe Jahr ausführlich mit Comic-Adaptionen von "Die Drei Musketiere" auseinandergesetzt und bin dabei auf die Seite Artagnan.de gestoßen, die es mir sofort sehr angetan hat.

    Seit dem 24. Februar ist mein Aufsatz "Die Drei Musketiere, Lady Winter und der Henker von Lille - Was Comicadaptionen können" auf unserer Webseite http://www.comicgate.de. Ich denke, es ist angebracht, hier im Forum auf die Existenz des Aufsatzes hinzuweisen und würde mich über den einen oder anderen Leser freuen.

    Grüße,

    Christian

  • kaloubet

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo Christian, verzeih, ich war schon länger nicht mehr im Forum bzw. auf der Seite unterwegs und habe deinen Beitrags erst jetzt gesehen. Vielen Dank für den Link, ich habe den Text schon mal kurz überflogen, werde ihn aber noch ausführlich lesen. Die verschiedenen Comicadaptationen finde ich sehr spannend, ich habe einige auch hier. Vielleicht kennst du ja auch die Seite ´Pastiches Dumas´, der Betrieber hat so ziemlich alle gängigen Comics aufgelistet. Auf jeden Fall herzlich willkommen hier!

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • Vielen Dank für die herzliche Aufnahme. Ich werde mich auf jeden Fall auf allen interessanten Seiten und Links umsehen und hin und wieder hier vorbeischauen. Als relativer Dumas-Neuling steht jetzt für mich jetzt außerdem die Lektüre von "20 Jahre danach" an.

  • Hallo Christian,


    eine spannende Seite und ein tolles Essay zu den Comicversionen der Drei Musketiere! Ich fand es sehr informativ und spannend!

    Insbesondere die kritischeren Interpretationen des Themas waren anregend. Vor allem, da hier aus heutiger, moderner Sicht, die Musketiere und insbesondere d'Artagnan und Athos vollständig demaskiert werden, während Mylady zumindest zum Teil Rechtfertigung erfährt. (Die Demontage des althergebrachten Männerbildes? ;-) )

    Vielleicht magst du ja hier verweilen? Wir haben im Forum einige interessante Diskussionen zu dem Thema. Und die ein oder andere Fanfic spielt auch damit.

    Übrigens muss ich wirklich mal schauen, ob es nicht irgendwo die FSK-18-Comics gibt.......

    :-):-)


    Viele Grüße


    Percy

  • Lektüre von "20 Jahre danach"

    Oh, schön! Das würde ich auch gern mal wieder so ganz unbefangen lesen können. Also so, als ob ich ´s noch nie gelesen hätte. Das Buch ist ja mein Favorit, noch vor den 3M. Du darfst es gern hier kommentieren8)

    irgendwo die FSK-18-Comics gibt

    ^^^^^^wieso wundert mich das nicht?;)

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • Oh, schön! Das würde ich auch gern mal wieder so ganz unbefangen lesen können. Also so, als ob ich ´s noch nie gelesen hätte. Das Buch ist ja mein Favorit, noch vor den 3M. Du darfst es gern hier kommentieren8)

    ^^^^^^wieso wundert mich das nicht?;)

    Das hat mich ziemlich motiviert, schnell damit anzufangen. Roquefort wird in "20 Jahre danach" ja genial als Figur eingeführt und bekommt hoffentlich noch eine wichtige Rolle (habe gerade ein Viertel gelesen). Mir sit dabei auch gleich wieder eingefallen, wie gut er von Christopher Lee im Film von 1973 besetz war. Das war mal gutes Casting.


    Außerdem war mir folgender Satz der Königin besonders wichtig: "Es gab damals wirklich vier treue Herzen und vier verlässliche Degen, die mir mehr als das Leben gerettet haben, die Ehre!" In meinem Aufsatz hab ich als so selbstverständlich behauptet, dass Ehre damals mehr zählte als das Leben, dass ich beruhigt bin, wenn es noch mal so deutlich formuliert wird.


    Die politische Ausgangslage ist gleich mal sehr spannend und d'Artagnans Motivation zum Abenteuer ja durchaus zweifelhaft. Das erinnert schon wieder an die Comics von Jean-Michel Charlier, in denen die Figuren auch erst mal Soldaten und erst an zweiter Stelle Idealisten sind. Aber die Parallele zu den französischen Abenteuercomics der 50er und 60er-JAhre muss ich hier auch nicht überstrapazieren.


    Viele Namen der Handlung, darunter Mazarin und Baron von Cinq-Mars kenne ich aus der großartigen Comicserie "Des Königs Narr" von Patrick Cothias, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Cinq-Mars wird ja in "20 Jahre danach" nur am Rande erwähnt, aber gerade deswegen sind mir solche Querverbindungen eine wichtige Stütze. So erhält man ein rundes Bild.


    Die Version die ich lese ist eine Bertelsmann-Ausgabe ohne Datumangabe. Wahrscheinlich frühe 1960er Jahre. Übersetzung von Edmund Th. Kauer. Ich hoffe, ich habe eine gute Version erwischt. Im ersten Band der Ausgabe waren ein paar gute Anmerkungen, natürlich ohne Quellenangaben. Soltle eigentlich anders sein. Sprachlich hat die Übersetzung jedenfalls Schwung und Witz.

  • Die Version die ich lese ist eine Bertelsmann-Ausgabe ohne Datumangabe. Wahrscheinlich frühe 1960er Jahre. Übersetzung von Edmund Th. Kauer.

    Die kenne ich nicht, aber ein gutes Merkmal, um zu erkennen, ob eine Ausgabe gekürzt ist, ist, nach dem Kapitel ´le bonhomme Broussel´ zu fahnden, das steht nach dem Kapitel ´rencontre`, vermutlich ´Wiedersehen´. Das ist da, wo die 4 sich das erste Mal wieder begegnen, auf der Landstraße. Bei gekürzten Ausgaben fehlt das Kapitel id.R.

    Die Ehre der Königin, ja, ja ;) - etwas später kommt die gute Anna ja nicht mehr so gut weg. Aber du hast Recht, Rochefort wird hier sehr viel sympathischer dargestellt als in den 3M:thumbup:

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • Ich mag die Szene mit d'Artagnan und Rochefort auch sehr. Erst der toughe Musketier, der kaltschnäuzig bis rücksichtslos seinen Job erledigt (Pferd gegen Menschenmenge treiben, etc.), dann im Schatten des Torbogens das Um-den-Hals-Fallen. Und das bei seinem früheren Erzfeind. Hier holt d'Artagnan etliche Sympathiepunkte beim Leser, er ist offensichtlich doch kein "ganz Harter". ;-)

  • Die Flucht von Mazarin und der Königin aus Paris ist ganz großes Kino. Sobald eine Sache funktioniert, zwickt es woanders. Gerade als d'Artagnan von einem der Bettler durchgewunken wird fängt Porthos zu schießen an. Da passiert so viel auf einmal, was die Figuren in unlösbare Konflikte bringt. Ganz großartig.

  • Das mit dem Stroh gefällt mir sogar besonders gut, seit ich die Arte-Doku über D'Artagnan gesehen habe, in der ja auch von nur drei Betten die Rede war. Sehr lustig auch, wie sich Porthos über seinen Schlafplatz freut, den er gleich wieder abtreten muss.


    Eben habe ich von "2o Jahre nachher" tatsächlich die dreibändige Version von 1910 gekauft. Dann kann ich mal abgleichen, was mir in meiner Bertelsmann-Ausgabe alles vorenthalten worden ist. Fraktur hab ich schon mal bei Karl Mays "Waldröschen" erfolgreich gelesen (nicht komplett, aber den ersten Zyklus).


    Einen kleinen Nachtrag und eine Ergänzung zu meinem Artikel habe ich hier: https://comicgate.de/aktuelles/waehrenddessen-kw-14-7/, https://comicgate.de/aktuelles/waehrenddessen-kw-45-5/

  • Ich habe inzwischen die Bücher von 1910 bekommen. Jetzt ist mir klar, warum die Buchclub-Ausgabe aus den 60ern, die ich gelesen habe, manchmal etwas sprunghaft wirkte. Man bemerkt die Kürzungen. Ich denke, beim nächsten Lesen wird einiges klarer.

    Dabei muss gekürzt nicht immer schlecht sein. Ein Freund von mir schwört auf die erste Version von Stephen Kings "The Stand", weil die Langversion eindeutig zu lang sei (ich kenne nur die lange). Ich selbst habe von Murakami nur die gekürzte Version von "Mr Aufziehvogel" gelesen und werde es dabei belassen. Ich hab die Langfassung mal angelesen und finde die Version, die ich kenn, sprachlich sehr gelungen. Bei "Apocalypse Now" ziehe ich auch die Kinoversion der Redux-Version vor. Aber Dumas möchte ich schon sehr gerne noch mal ungekürzt lesen. Ich denke, das wird mir schon noch mal viel Spaß machen. Ab sofort werde ich die Finger von den Buchclub-Sachen lassen.

  • Zwanzig Jahre nachher muss man ungekürzt lesen, unbedingt. Es gibt eine Version im Netz, sogar auf einer guten Seite, mir fällt nur grad der Name nicht mehr ein, in der nicht nur gekürzt, sondern auch verändert wurde. So ersticht z.B. d´Artagnan ... oh, nein, ich schreibe lieber nicht weiter, ich weiß ja nicht, wie weit du mit dem Buch bist. Ich will nicht spoilern ;)A propos Comic, kennst du die Serie ´Mousquetaire´, die den historischen d´Artagnan in Szene setzt? Ich finde sie grandios:thumbup:

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • Kein Sorge, ich bin fertig. Und es war nicht d'Artagnan. Insofern war alles okay mit meiner leider gekürzten Version. Ich werde großen Spaß haben, wenn ich das noch mal ungekürzt angehe. Danke für den Tip. Leider kann ich fast kein französisch.

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