Beiträge von kaloubet

    Interessante Kritik. Der Moderator (sprich ich) war in Ferien, leider weit weg von WLan, deswegen habe ich deinen Kommentar nicht freischalten können. Dies ist eine kleine Seite, manchmal geht es halt etwas länger, aber ich bemühe mich. Was deine Kritik angeht: Ich sehe mir die Serie gerade an, deswegen kann ich deinen Ärger zum Teil nachvollziehen. Das mit der Hasenscharte war nicht nett, ich geb´s zu. Ist auf meinem Mist gewachsen. Man hat halt immer eine Idealvorstellung von den Personen, deswegen fand ich das nicht so prickelnd. Aber ist eigentlich unwürdig, so etwas zu kritisieren, da geb ich dir Recht. Gegen Ende der Serie (ich bin bei der 3. Staffel) gefällt mir das Aussehen der 4 eh besser, weil sie da vom Krieg gezeichnet sind. Was die Ausstattung angeht, gebe ich dir Recht, das ist zum Teil sehr aufwendig und für eine Serie überzeugend. ABER: Ich kann mich nicht mit dem Drehbuch anfreunden. Das hat eindeutig Schwächen, logische Fehler und Wiederholungen, die nicht sein müssten. Warum wird der König so dümmlich und lernunfähig dagestellt? Er fällt in jeder Staffel auf einen Deppen rein, spielt nur mit seinem Sohn oder zieht sich beleidigt zurück. Muss das sein? Den hätte man anders anlegen können. Warum wird jede Szene ähnlich aufgebaut? Es gibt ein Problem, erst scheitern die Musketiere, dann siegen sie. Ok, das ist vielleicht der Form geschuldet, aber auch da hätte man vllt einen größer angelegten Spannungsbogen einbauen können. Ich könnte noch mehr drüber schreiben, aber erst wart ich mal ab, ob du noch da bist ;) - herzlich Willkommen, wir diskutieren nämlich immer gern:)

    So ganz frei von Eigenliebe ist d´Artagnan sicher auch an seinem Ende nicht;) - aber ich seh die Szene: Ein Zelt, Rauch, mehrere Gewehre zusammengestellt, Soldaten machen die Runde, ein paar würfeln am Rand der Szene. Es ist Nacht, Wolken treiben über einen sichelförmigen Mond, ein Feuer brennt. D´Artagnan sitzt auf einem Hocker, rauchend, zwei, drei Musketiere verräumen Kriegsgerät, ein anderer putzt seine Pistole. Langsam, methodisch. D´Artagnan schaut ihm zu. "Passt auf das Schloss auf. Den Mechanismus." Der Musketier schaut zu seinem Hauptmann. "Kein Kratzer. Keine Schmauchspur. Das hat Athos damals das Leben gerettet. Vor La Rochelle." ... usw;) ups, jetzt hab ich Madeleine weggelassen8o

    Ihr Mittelmäßigen überall, ich vergebe Euch!"

    ^^^^^^:thumbup::thumbup::thumbup:Wie kannst du dich so genau an Zitate erinnern? Ich finde den Film auch klasse, aber ich könnte mich nie an so Zitate erinnern:whistling::whistling::whistling:Das mit dem Publikum ansprechen hat so was von Brecht, es bricht die Erzählung auf. Aber warum nicht, d´Artagnan, der am Ende, als alternder Hauptmann, völlig desillusioniert, seine Geschichte erzählt, das hätte echt was8)

    Hm, keine Ahnung, wie das wirken würde :/auf Dauer vllt ein bisschen nervig, denn ein Zuschauer möchte ja auch interpretieren dürfen. Wenn da zu viel vorgegeben wird, dann ist das wie eine FF, die alles erklärt ... und das ist dann langweilig. So kann man sich seine Gedanken dazu machen ... aaaabbbber - so nette Nebensächlichkeiten sind natürlich sehr schwer nur darzustellen. Entweder Porthos redet mit sich und kommt etwas dement rüber oder ... keine Ahnung, er sagt das zu seinem Hund?^^

    kleiner Seitenhieb

    Nö, ich meinte mich selbst damit:) - ich hab ja auch immer den Anspruch, es möge meinen Vorstellungen und bitte dem Buch entsprechen;) - bei den Ideen: Nun, zum Beispiel, dass Athos damit konfrontiert wird, dass er sein Land unbeaufsichtigt und seine Bauern unbeschützt gelassen hat. Das rief den Neid des Nachbarn auf den Plan, der sich nun das Land und die Bauern einverleiben will. Fand ich irgendwie überzeugend, auch wenn das natürlich einer Schenkung oder was auch immer des König bedürfte. Aber dass der Nachbar übergriffig wird, wenn der Herr nicht da ist, scheint mir ein recht guter Plot. Zumal sich Athos dann plötzlich seiner Vergangenheit stellen muss.

    Update, ich bin inzwischen in der Mitte der zweiten Staffel angekommen und fang an, es zu mögen:S - nein, es ist definitiv keine gute Verfilmung, aber wenn man sich von gewissen Ansprüchen löst, ist es nett anzugucken. Die Helden sind sympathisch (irgendwie mag ich Porthos hier am liebsten:whistling:) und die jeweiligen Abenteuer teilweise sogar spannend. Auch wenn man weiß, dass das Problem nach einer Stunde gelöst sein muss. Mit dem Format hab ich Schwierigkeiten, immer diese getakteten Episoden, ich mag es lieber, wenn eine lange Geschichte erzählt wird. Ging es nicht um Musketiere, hätte ich das Handtuch geschmissen, aber so bleib ich dran. Manche Ideen sind sogar für eine FF ganz brauchbar8o

    Trotzdem hätte man mit dem Geld und von mir aus den Schauspielern auch was Intelligenteres machen können, so ein bisschen mehr Hintergrund, mehr Story und weniger Schwarz-Weiß (wir, die Guten, und ihr, die Bösen). Das ist zu flach.

    Stimmt, der Comic ist klasse und ist ein gutes Beispiel für eine neue Perspektive:thumbup::thumbup::thumbup:Monty Python historisch korrekt?^^^^^^vor allem das mörderische Kaninchen^^^^^^^^:thumbup::thumbup::thumbup:Ich kann mich vor allem an Blut erinnern, weniger an Dreck - oder zählen tote Kühe auch dazu?;)^^


    Ein Film aus d´Artagnans oder - warum nicht? - Porthos´ Perspektive, das wär´s doch8)

    historisch überkorrekte Mantel- und Degen-Filme

    Nee, ich meinte, dass man, dadurch, dass die Leute alles richtig machen sollen, nix ... Spontanes, nix Lustiges, nix ... keine Ahnung, wie ich das sagen soll, nix mit Drive zeigt. So freche Antworten oder lustige Szenen einfach, die vielleicht aus dem historischen Rahmen fallen, aber einfach Spaß machen. Diese alten Kostümfilme sind oft schrecklich schwerfällig, find ich:whistling: - nicht alle, aber bei manchen möchte man die Schauspieler schubsen und sagen, jetzt komm doch mal in die Gänge. Vielleicht geht das aber nur mir so:whistling: