Ein weiblicher Musketier

  • Hallo zusammen,


    Ich wollte mal nachfragen ob irgendjemand weis ob es sowas in der damaligen Zeit gab oder Ihr es Euch vorstellen könnt?!
    Es gab zwar mal diesen Film als d'artangnan Tochter in seine Fußstapfen treten will, aber wäre das im 17 Jahundert wirklich möglich gewesen oder ist das nur ein infamer Mythos?

  • Etoile


    Willkommen hier im Forum, ich wünsche dir viel Spaß hier.
    Ich persönlich glaube nicht, dass es damals weibliche Musketiere gab, offiziell war das gar nicht erlaubt, da es Frauen verboten war, den Umgang mit Waffen zu erlernen und Soldat zu werden.
    Falls es weibliche Musketiere gab, dann höchstens Frauen, die sich als Männer ausgaben, doch auch das halte ich für eher unwahrscheinlich, da die Soldaten damals oft auf engstem Raum in den Kasernen zusammenlebten, und eine Frau deshalb sofort enttarnt worden wäre.
    So traurig das auch ist, damals wurde das Leben der Frauen auf Kinder, Küche und Kirche beschränkt. Ich denke allerdings, dass auchFrauen das Zeug dazu gehabt hätten, gute Musketiere zu werden.
    Vielleicht sollte ich mal eine FF darüber schreiben, der Gedanke reizt mich. :)
    d´Artagnan hatte im Buch übrigens keine Tochter, in den Romanen bekam er gar keine Kinder. Diese Tochter ist eine Erfindung von Hollywood, dennoch finde ich diesen Film sehr gut, wegen seines Humors, der sehr an den Humor von Dumas in den Büchern erinnert.

  • Hallo etoile,


    willkommen im Forum.


    Ich glaube auch nicht, dass eine Frau als Frau unter den Musketieren auftreten konnte. Wenn, dann wäre das eben nur als Mann verkleidet denkbar.


    Ich kann mir aber wiederum nicht vorstellen, dass nicht doch manches Mädchen heimlich die Waffenkunst erlernt hat, auch wenn das verboten war. Es gibt fast immer einen Weg, z.B. von den eigenen Brüdern zu lernen.


    Es ist wohl der Zeitgeist, der Geschichten mit Frauen in unmöglichen Positionen unterzubringen. Das ist fast bestsellerverdächtig. Siehe d'Artagnan#s Tochter, oder die Päpstin. Unsere Zeit möchte die Gleichberechtung sozusagen nachträglich einführen 8) . Leider ist das Ergebnis oft nicht überzeugend.

    "Es heißt, jedermann soll seinen Preis haben, Gebieter. Manche dieser Preise sind jedoch zu hoch, als daß irgendwer sie zu entrichten vermöchte."
    "Und dein Preis ist so hoch?"
    "Hoch genug, daß niemand außer Euch ihn je zahlen könnte, mein König"

  • Danke für Eure Meinungen:-)
    Die Möglichkeit, dass eine Frau Musketier ist, sich verkleidet und die Kampfkunst erlernt, ist für mich immernoch eine DER reizvollsten Geschichten überhaupt.
    Da ich als Hobby viel zeichne, habe ich mir genau diese Geschichte vorgenommen.
    Leider habe ich keinerlei wahrheitsgetreue Infos entdenkt, die eine Geschichte untermauern könnten. Also doch fixtion im größten Sinne:-/


    Meine Geschichte stellt sich so dar, das D'artagnan bereits im Krieg gefallen ist und seine Tochter ein Musktier werden will. Da Sie jedoch eine Frau ist, ist Ihr dies nicht gestattet, also geht Sie kurzerhand nach Paris, verkleidet sich als Mann (die schönen langen Haare ab:-)) und wird NATÜRLICH aufgenommen, da Sie mindestens genauso gut Kämpfen kann wie Ihr Vater :love:
    Allerdings gibt es, wie Ihr schon selbst gesagt habt, einige Probleme. Denn wie soll die Geschichte weitergehen wenn die Soldaten auf so engem Raum zusammenleben müssen.
    Gab es damals denn adlige Musketiere, die demnach einen besseren Stand hatte und z.B im Schloss wohnen durften?


    ^^ Danke

  • Etoile


    Ja, ich finde solche Geschichten, in denen eine Frau sich als Mann verkleidet und sich in einer reinen Männerdomäne behauptet, auch immer sehr reizvoll.
    Du schreibst, dass du als Hobby viel zeichnest..möchtest du die Geschichte denn schreiben, oder als eine Art Comic zeichnen?
    Ich glaube, zu diesem Thema gibt es leider nicht viele Infos, weil es wohl damals nur wenige Frauen gab, die als Mann verkleidet einen Weg einschlugen, der ihnen ansonsten verwehrt geblieben wäre. Ich glaube aber, dass es sogar einmal einen belegten Fall gab, im 18. oder 19. Jahrhundert, als eine Frau sich jahrzehntelang als Mann verkleidete und niemand etwas bemerkte.
    Das mit d´Artagnan würde passen, da er ja 1672 tatsächlich im Krieg in Holland gefallen ist. Die langen Haare braucht sie aber gar nicht abzuschneiden, da damals ja auch die meisten Männer ihr Haar auf Schulterlänge trugen. Allerdings könnte sie ja ihren Busen abbinden, oder schon wenig weibliche Rundungen haben. Da Männer damals fast alle Bärte trugen, sollte deine Protagonistin höchstens fünfzehn sein, oder sich ein paar Jahre jünger ausgeben als sie ist, um als Junge vor Stimmbruch und Bartwuchs durchzugehen. Willst du dich denn haargenau an die Romanvorlagen halten? Porthos und Athos sind ja schon tot, aber Aramis lebte noch in einem Kloster in Spanien, als d´Artagnan starb. Du könntest es in deiner Geschichte ja so machen, dass deine Protagonistin nicht in der Kaserne wohnt, sondern bei Aramis, der nach Paris zurückgekehrt ist, und sich doch wieder für ein Leben als Musketier entschieden hat. Und d´Artagnan könnte ja einen Sohn und eine Tochter gehabt haben, und der Sohn trat aber in ein Kloster ein und hatte gar kein Interesse Musketier zu werden, was Aramis aber nicht weiss, er denkt dann, er nehmt den Zwillingsbruder deiner Protagonistin, d´Artagnans Sohn bei sich auf.
    Oder..sie könnte auch im Gasthof von Madeleine, d´Artagnans ehemaliger Wirtin und Geliebter, wohnen.
    Damals waren übrigens alle Musketiere Adelige, das war Voraussetzung, um überhaupt erst bei den Musketieren eintreten zu dürfen, und meist hatten Anwärter vorher eine zwei-bis dreijährige Zeit beim Militär abzuleisten, bevor sie Musketiere werden konnten. Ich glaube, wer nicht von adeliger Geburt war, wurde gar nicht erst aufgenommen. Meistens handelte es sich bei den Musketieren um nachgeborene Söhne, die zu Hause kein Erbe zu erwarten hatte...und oft kamen sie auch aus Adelsfamilien, die nicht mehr so viel Vermögen hatten.
    Ob es Musketiere gab, die im Schloss wohnen durften, weiss ich nicht, ich vermute aber, dass es das durchaus gegeben haben könnte. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass diejenigen Musketiere, die es sich leisten konnten sich in Paris eine Wohnung anmieteten und dort lebten, so wie die Musketiere im Roman, von denen keiner in der Kaserne lebte, alle vier hatten eigene Wohnungen.
    Musketiere mussten übrigens ihre Ausrüstungen mit allen was dazugehörte selbst bezahlen, deswegen ließen viele sich von ihren vermögenden Liebschaften finanzieren. d´Artagnan hatte nie so viel Geld, also dürfte deine Protagonistin auch nicht sehr vermögend sein, doch Aramis könnte ihr ja etwas leihen, um seinem verstorbenen Freund einen Gefallen zu tun.
    Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen, das sind natürlich nur ein paar Anregungen, was du daraus machst, ist ja deine Sache. Bin schon gespannt auf deine Geschichte. :)

  • Oh, es gab durchaus verkleidete Frauen, die als Mann durchgingen, allerdings nicht ihr ganzes Leben lang. Denkt an Anne Bonny, die Piratin, hier der Artikel über sie. Ich denke, wenn sie nicht rund um die Uhr mit Männern zusammenleben mussten, dann konnte das eine Weile gut gehen ... Bei den Musketieren beschleichen mich insofern Zweifel, als das eine handverlesene Elitetruppe war, die - meisten - in der Kaserne lebte. Schwierig, sich da durchzumogeln. Wenn man sich aber literarische Freiheiten herausnimmt, wie Dumas ;) , dann ... naja, versuchen könnte sie´s mal. Trotzdem erscheint mir das unwahrscheinlich ... wie wäre es mit einer Rolle als weiblicher Rochefort? Sprich Hausspion oder so? Da steht man nicht so sehr unter Bewachung ;)

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • Guten Morgen und Danke schonmal für die vielen Ideen. Eine wahre Inspiration :thumbup:


    @ Alienor de La Fére: Ja ich möchte die Geschichte Zeichnen als eine Art Comic/Manga.
    Ich habe auch schon damit angefangen nur ergeben sich Comics oder Mangas meist von selbst. Es ist praktisch nicht nötig eine Geschichte aufzuschreiben, man muss Sie im Kopf haben. Dann zeichnet man die besten und schönsten Sachen mit viel Energie und zwischendurch kommt einem noch eine bessere Idee und man verwirft die andere. Man verliert aber auch manchmal den Faden.
    Rein von der Handlung und der Geschichte würde ich sehr gerne Realitätsnah bleiben. Die Sache mit den langen Haaren und den Bärten würde ich aber nicht soo ernst nehmen und mich durchmogeln. Meine Hauptfiguren sollen umwerfend aussehen. Das geht im Comic nicht mit Bart.
    Die Idee mit den Zwillingen ist grandios. Der Bruder möchte kein Musketier werden, die Tocher schon. Das werde ich zu 100% nutzen.
    Aramis in die Geschichte einfließen lassen würde ich auch. Aber meine Hauptidee war eigentlich das Aramis, Porthos, Athos und d'Artagnan Kinder haben und jedes der Kinder bereits Musketier ist, bis auf die Tochter von d'Artagnan und natürlich der Bruder der garkeiner werden will.
    Und ich würde die Vorstellung lieben, dass Athos Sohn (hatte er Kinder außer Raoul?) schon einen sehr hohen Rang bei den Musketieren hat. Sozusagen Commandant oder General o.ä. Er sollte etwas überheblich sein, vielmehr von sich und seinem Können überzeugt und ein Frauenheld. Durch seinen Scharm und sein Können, hat er natürlich alle Chancen bei den Frauen. Er sollte auch als einziger Wissen, dass es sich bei d'Artagnans Sohn um eine Tochter handelt. Vielleicht ein vorzeitiges Duell als Sie nach Paris reitet. Er findet die Idee zwar ziemlich waghalsig aber nimmt Sie unter seine Fittiche.
    Natürlich gibt es da noch ein bisschen Liebesschnulz obendrauf:-) Und Mylady würde ich auch soooooo gerne in die Geschichte einbinden. Da sie ja nur Fiktiv ist, kann ich dies ja auch übernehmen. Sie sollte auch in Paris leben und am Hofe agieren. Und natürlich hat Sie eine genauso schöne Tochter die ganz schrecklich in Athos Sohn verliebt ist. Er findet Sie, durch Ihre unglaublich arrogante Art jedoch einfach nur .....naja kalt eben und nicht zuletzt wegen der Sache mit seinem eigenen Vater.
    Das ist sozusagen ein kleiner Ausgleich zu dem sitzengelassenen Athos:-) und nur gerecht!! Jawohl:-):-)


    Ja, dass ist die Grobfassung. Was mir gestern noch aufgefallen ist, dass Richelieu ja schon längs tod ist und auch Mazarin bereits verstorben ist.
    Ich brauche also einen Bösewicht 8| Da muss ich wohl noch etwas nachlesen oder meiner Fantasie freien lauf lassen.


    Ich würde Athos Sohn auch etwas reicher machen als er wahrscheinlich war. Ihn also im Schloss wohnen lassen. Und da er sich um d'Artangans Tochter kümmert und Ihr alles wichtige beibringt, wohnt Sie eben auch im Schloss.....oder bei Ihm Zuhause in Paris (Oh da ergibt sich so eine Menge guter Stoff!!)


    @ kaloubet


    Danke für den Artikel. Den werde ich mir gleich zu Gemühte führen. Rochefort finde ich großartig. Und auch hier muss ich mich wieder blamieren aber gab es Ihn wirklich? Ich würde Ihn so gerne einbinden als Gegner. Genauso wie ich gerne Monsieur de Tréville einfließen lassen würde. Aber dieser wird auch schon tod sein, weil er ja schon zu d'Artangans Zeiten in die Jahre gekommen war.
    Gab es für Ihn einen Nachfolger? Wenn nicht, könnte es ja auch Athos Sohn sein:-)


    Ich werde über das Wochenende mal Skizzen zu den Charakter Zeichnen. Wenn Ihr interesse habt dann zeig ich Sie Euch nächste Woche.
    Nun noch etwas OT: Ich bräuchte vorallem für d'Artagnans Tochter einen Namen. Am besten einen, den man in die männliche Form ändern kann wie bei Lea und Leander....nur der gefällt mir gerade nicht soo gut. Und er muss dazu noch französisch sein.
    Vielleicht habt Ihr auch hierfür eine Lösung.


    Danke Euch schonmal :D

  • Etoile


    Ich schreibe jetzt hier nur kurz, weil ich dir schon in dem anderen Thread geantwortet habe.
    Ich habe gerade gesehen, dass der Name französisch sein muss, dann kommt das von mir vorgeschlagene "Ellen-Alan" wohl nicht in Frage.
    Dann brauchst du wohl wirklich einen Namen, den es sowohl in weiblicher als auch in männlicher Version gibt, hier mal ein paar Tipps von mir:


    Jean- Jeanne
    Armand- Armandine
    Marcel-Marcelline
    Charles - Charlene
    Jaques - Jaqueline
    Richard- Richardis
    Paul-Paulette/Paula
    Michel -Michelle(hier wäre die Kombination ähnlich wie bei Ellen-Alan, und ich glaube, der Männername Michel klingt im Französischen ausgesprochen genauso wie die weibliche Variante, aber ganz sicher bin ich da nicht)
    Claude-Claudette
    Philippe-Philippa


    Mehr Namen fallen mir gerade leider nicht ein, aber vielleicht gefällt dir ja einer davon.

  • Bei Claude braucht es keine Clodette, der Name ist derselbe für beide Geschlechter ;) .
    Etoile : Zeitlich wärst du dann mitten im Règne Louis XIV, also Versailles und Paris. Colbert als Gegenspieler? Das kommt dann natürlich auf die Intrige an. Was meinst du übrigens mit ´Schloss´? Den Louvre? Dort wohnten keine Soldaten, als Louis nach Versailles zog, er wurde noch eine Weile als ´Zweitwohnsitz´ benutzt, dann 1692 - oder so - von Künstlerakademien benutzt. Und auch Versailles blieb dem Adel vorbehalten. Ein Hauptmann hatte ein Stadtpalais, un hôtel particulier, aber ich denke nicht, dass der da die Soldaten wohnen ließ ;) - wäre ein wenig eng geworden.

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  • Etoile


    Der Vorschlag mit den Zwillingen ist plausibel.


    Aramis kannst du einbauen, oder nicht. Aber vielleicht nicht als Musketier, immerhin ist Aramis bei d'Artagnan's Tod nicht mehr der Jüngste. Wenn er zu Beginn Schätzungsweise Mitte 20 war, dann sind 20 Jahre danach + weitere 10 Jahre (bis Vicomte de Bragelonne) + die Jahre bis d'Artagnan's Tod (4 oder so


    komme ich auf Mitte/Ende 50


    Was das Wohnen im Schloß angeht: Also Hofdamen haben im Schloß wohl schon gewohnt (ich finde hier die engl. Bezeichnung sehr treffend: ladies-in-waiting). Männer? Ich glaube eher nicht. Wer was hatte und das auch zeigen wollte, ich nehme an, der hat selbst "Hof gehalten". War selbst Gastgeber von Empfängen, usw.
    Was meinst du zu einem Schloß/Gut außerhalb von Paris und einem Stadtpalais? Wie Fouquet mit Vaux?


    Was den Gegenspieler betrifft: Bedien dich doch bei den Ministern. Wenn du mit der Geschichte großzügig umgehst könntest du den nachfolgenden Kardinal oder Bischof von Paris als Gegenspieler verwenden (versucht sich Einfluß zu verschaffen, oder so)

    "Es heißt, jedermann soll seinen Preis haben, Gebieter. Manche dieser Preise sind jedoch zu hoch, als daß irgendwer sie zu entrichten vermöchte."
    "Und dein Preis ist so hoch?"
    "Hoch genug, daß niemand außer Euch ihn je zahlen könnte, mein König"

  • Das mit dem Stadtpalais und Hof Halten kommt auf die Zeit an: Wenn die Régence vorbei ist, sprich Louis XIV an der MAcht, dann ist da bald nix mehr mit eigenem Hof, wenn es dem Hofhalter nicht so gehen soll wie Fouquet. Zur ´Hochzeit´ - also ich meine jetzt nicht Heirat, sondern Zeit seiner Macht - des Sonnenkönigs wohnten viele Adlige, Männer und Frauen, in Versailles. Ich komm grad nicht drauf, welcher Film das gut zeigt, dieses beengte Leben, nie allein, immer alles vor Augen aller ... :pinch:

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  • Ich danke Euch allen für die Info's.
    Bin durch Euch schon sehr viel weiter gekommen. Mir fehlt nur leider immernoch ein Gegenspieler. Jemand der den Bösewicht Part übernimmt ;)


    Colbert kann ich nicht nehmen, da er bereits 1683 stirbt und dies einfach zu kurz wäre.
    Sein Sohn strab 1690....das finde ich auch recht kurz.
    Louvois strab 1691....über seinen Sohn Barbeziex ist nichts bekannt.


    Danach finde ich beim besten Willen keine Namen was Kardinäle angeht....ich bin also für Hinweise immer offen :D :D


    Nun, im Grunde habe ich mich jetzt dafür entschlossen Athos Sohn in einem Palais unterzubringen. Ich verstehe nur nicht warum so viele Adlige Leute in Versailles leben durften aber die Musketiere nicht. Sie sind doch zum Schutz der Königsfamilie da gewesen. Warum also nicht in unmittelbarer Nähe wohnen? Das ergebibt für mich nur wenig Sinn.

  • Nun, Versailles war dem Adel vorbehalten. Und natürlich der Dienerschaft. Wobei es ein wenig davon abhängt, was genau man als ´Versailles´ bezeichnet. Wenn du da noch die Ställe dazunimmst, die ja dem Schloss gegenüber liegen, da dürfte es sicher eine Kaserne gegeben haben. In dem Bereich meine ich jetzt. Heute hat dort Bartabas seine Stallungen :) . Da müsstest du mal suchen, ich nehme auch an, dass die Truppen zumindest zum Teil nach Versailles ausgelagert wurden. Nur wohnen im Schloss? Wüsst nicht wo ...

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  • Etoile


    Ich glaube, es gab in Versailles eine Kaserne, ich habe das mal in einer Doku gesehen, ich glaube, die kann man heute noch besichtigen. Raoul dürfte allerdings zum Hochadel gehören, und deswegen Anrecht auf ein kleines Zimmer in Versailles haben...alle Adeligen hatten dort kleine Zimmer, die sich oft nicht einmal beheizen ließen....mir ist das ein Rätsel, wie die Leute, die damals prächtige Landgüter besaßen, solche Unannehmlichkeiten auf sich nahmen, nur um in der Nähe des Königs sein zu können.
    Im VdB hatte Raoul kein Zimmer in Versailles, sondern eine Wohnung in Paris, die, vermute ich Athos gehörte, ich glaube, bin aber nicht ganz sicher, es könnte noch Athos Wohnung aus Musketierzeiten gewesen sein. Und es gab Musketiere, die die Nacht in Versailles verbrachten, allerdings nicht zum SChlafen..sie standen nachts als Wachen vor den königlichen Gemächern.

  • @Aliénor: Glaub ich nicht, dass das die Wohnung in der rue Férou war, da wird nie Bezug drauf genommen. Das dürfte eine eigene Wohnung gewesen sein. Athos logiert, wenn ich mich richtig erinnere, im Hotel ...

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  • @Kalou


    Athos logierte im Hotel? Das wundert mich allerdings doch etwas...wie oft war er denn in Paris? Aus der stark gekürzten Ausgabe des VdB geht nicht hervor, wie oft und wie lange er in Paris war, hat er den meistens in Bragélonne gelebt, oder war er häufiger in Paris?

  • Nein, er war nicht oft in Paris. Er wohnte meistens auf Bragelonne. Ich such mal raus, wann genau er nach Paris ging und wo er wohnte. Eines z.B.: Als d´Artagnan ihm schrieb, weil de Wardes (der Sohn) Raoul in Bezug auf seine Mutter beleidigte, da fuhr er nach Paris.

    Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe (W. Churchill)

  • @Kalou


    In meiner um zwei drittel gekürzten Ausgabe des Vdb, die ja seltsamerweise bei uns immer "Der Mann in der Eisernen Maske" heisst, wurde das scheinbar alles gekürzt, denn da ist Athos gleich in Paris, und es sah so aus, als ob er dort fast immer wäre. Wie ist das denn mit Raoul, war er denn auch meistens auf Bragélonne, oder lebte er häufiger in Paris als sein Vater?

  • Hallo zusammen,


    Ich wollte mal nachfragen ob irgendjemand weiß ob es sowas in der damaligen Zeit gab oder Ihr es Euch vorstellen könnt?!
    Es gab zwar mal diesen Film als d'artangnan Tochter in seine Fußstapfen treten will, aber wäre das im 17 Jahundert wirklich möglich gewesen oder ist das nur ein infamer Mythos?


    Es gibt einen Barbie-Film, in dem Barbie alias Corinne und drei andere Mädels Musketiere werden XD Einerseits ist es ja gut, dass man Kids solche Stoffe nahebringt, andererseits verschafft man ihnen einen völlig falschen Eindruck.

    Männer sehen in Frauen nur die Hure oder Heilige,
    es gibt nichts drumherum.
    Sie plustern sich gehörig, aber irgendwann, das schwör ich,
    drehe ich den Spieß mal um!


    ** Je suis une femme - Kap 25 on **

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