*kopfschüttelnd* Warum so gereizt, Monsieur? Nun gut, ich werde nichts mehr zu dem Thema sagen, es ist ja Eure Sache, wenn Ihr gemeinsam mit Euren Freunden in den Krieg ziehen und als Kanonenfutter dienen möchtet. Meiner Meinung nach ist das Königtum eine äußerst marode Institution, und ich bin davon überzeugt, dass die Monarchie in Frankreich nicht länger als zwei bis dreihundert Jahre Bestand haben wird. Wenn Ihr meint, das wäre das Richtige, dann geht nur, es geht mich ja auch nichts an. Aber ich rate Euch, passt auf Euch auf, denn Euer Freund der Gascogner hat Feinde, die ihm womöglich in La Rochelle nach dem Leben trachten werden.
Gasthaus zum Roten Taubenschlag
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Euer Freund der Gascogner hat Feinde, die ihm womöglich in La Rochelle nach dem Leben trachten werden.
*maliziös* Und wieder ein ungebetener Ratschlag, samt einer neuerlichen zutiefst kryptischen Äußerung, Madame! Ebenso unglaublich präzis wie Eure Vorhersage der Bestandsdauer unserer Monarchie! Seid Ihr, neben Eurer Spionagetätigkeit auf doppelter Seite, auch Wahrsagerin und Augurin? Blickt Ihr tagtäglich in die Kristallkugel? Tja, das würde zumindest zur tragischen Geschichte Eure Verfolgung in Deutschland passen.
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Nein, Monsieur, ich bin einfach eine gute Beobachterin, und kann keineswegs in die Zukunft sehen. Man bekommt hier in Paris so einiges mit, wenn man Augen und Ohren immer offen hält. Sagt, Monsieur, darf ich Euch eine Frage stellen? Glaubt Ihr wirklich von ganzen Herzen an das Königtum? Habt Ihr die Monarchie noch nie hinterfragt? Ich bin keine Hellseherin, aber das braucht man auch nicht zu sein, um zu sehen, dass es nicht gut aussieht für die Monarchie, wenn alles so weiterläuft wie bisher.
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Glaubt Ihr wirklich von ganzen Herzen an das Königtum?
*lehnt sich vor und blickt Madame tief in die Augen* Und Ihr, Madame, glaubt Ihr wirklich und wahrhaftig, ich wäre so naiv, Euch diese Frage tatsächlich zu beantworten? *lehnt sich wieder zurück und betrachtet stirnrunzelnd seine Fingernägel* Außerdem, meine Gnädigste, fällt mir auf, dass Ihr Eure tiefschürfenden Gewissensfragen seltsamerweise immer mir stellt. Was ist mit meinem Kameraden hier? Interessiert Euch seine Meinung nicht?
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Nun, Monsieur, ich kann Eure Vorsicht verstehen, aber ich bin wirklich keine Spionin, die Euch diese Frage stellt, um Euch eine Falle zu stellen, ich bin einfach nur neugierig. Es ist mir nämlich unverständlich warum so viele Männer für ihre Könige bereitwillig in den Tod gehen. Mich interessiert sowohl Eure Meinung als auch die Eures Freundes, ich frage mich wirklich, ob Ihr beide tatsächlich an das Königtum glaubt. Euer Freund sagte ja bereits, dass er das für den Lauf der Welt hält und sein Platz im Leben eben der als Musketier sei, doch wie ist das bei Euch? Seht Ihr Euren Platz im Leben auch bei den Musketieren, oder wollt Ihr irgendwann zurück zur kirchlichen Laufbahn.
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- Offizieller Beitrag
*Grinsend zu Aramis* Vielleicht, mein Lieber, weil Ihr gerne disputiert? Genießt den Wein und schweigt, dann kann Euch kein Spion was draus drehen - außer, es wäre ein kaiserlicher Tropfen

*Zu Madame mit hochgezogener Augenbraue* Wir sind königliche Musketiere. Das beantwortet Eure Frage, nehme ich an?
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Monsieur, gewiss, Ihr seid königliche Musketiere, doch was hat Euch dazu gebracht, Musketiere zu werden? Euer Freund musste ja das Priesterseminar verlassen und kam deswegen zu den Musketeren, doch wie ist das bei Euch? Seid Ihr, wie Euer gascognischer Freund, zu dem Regiment gekommen, weil Ihr unbedingt ein Musketier werden wolltet? Es gibt viele unter den Musketieren, die dorthin kamen, weil sie ihr altes Leben hinter sich lassen mussten. Einige kamen dorthin wegen einer unglücklichen Liebe, wieder andere, weil sie ihre Heimat rasch verlassen mussten, und manche sind bei den Musketieren, weil sie ein zweit, dritt oder viertgeborener Sohn sind, der kein Erbe zu erwarten hatte. Natürlich gibt es auch die Idealisten, die an das Königtum glauben, aber bei den meisten hat es andere Gründe. Viele kamen in dieses Regiment, weil das Leben ihnen keine andere Wahl ließ.
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Genießt den Wein und schweigt
*sarkastisch* Mein Freund, welch exzellente Idee! Genau das werde ich tun. Madame et Monsieur, à votre santé!
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Gut, Monsieur, dann lasst uns trinken, es macht ohnehin viel mehr Freude, entspannt ein Glas zusammen zu trinken, als sich darüber zu streiten, ob es Sinn macht dem König zu dienen oder nicht.
Wie schmeckt Euch der Wein? Es ist ein italienischer, ein Dessertwein namens Vino Santo. In Italien tunkt man ein Gebäck namens Cantucci hinein. Aber passt auf, er steigt rasch in den Kopf. -
*nippt am Wein und schweigt*
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*trinkt noch einen Schluck Wein* Ich finde es bedauerlich, dass Ihr nun in Schweigen verfallt, Monsieur, es ist doch langweilig, wenn man sich nur anschweigt. Schade, dass Ihr so misstrauisch seid.
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Madame, beschwert Euch bitte bei meinem Freund hier, der wünscht das so. *lächelt süffisant und schweigt ungerührt weiter*
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*trinkt gelangweilt von ihrem Wein* Monsieur, Ihr müsst doch nicht immer tun was Euer Freund wünscht..in einer Freundschaft kann man doch auch unterschiedlicher Meinung sein. Oder strebt Ihr nun doch eine kirchliche Laufbahn mitsamt Schweigegelübde an?
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*gähnt gelangweilt* man könnte fast meinen, alleine hier im Gasthaus zu sein, so ruhig ist es hier geworden

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- Offizieller Beitrag
*Zieht die Augenbrauen hoch und trinkt schweigend seinen Wein*
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*schüttelt traurig den Kopf* Nun, ich sehe schon, die Herren wollen wohl lieber unter sich sein, Ihr schätzt wohl beide weibliche Gesellschaft nicht allzu sehr. Und ich dachte schon, ihr beide wärt Musketiere, mit denen man eine interessante Unterhaltung führen könnte. Wirklich schade
(OT: Hat jemand eine Idee, wie man hier wieder etwas mehr Leben reinbringen könnte? Soll ich mal jemand anderen schreiben? Den Gascogner oder Porthos vielleicht? Irgendwie gehen mir auch gerade die Ideen aus was ich noch schreiben könnte. Und bei euch scheints ja auch so zu sein, wenn ich das SChweigen der Charaktere richtig deute)
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ich dachte schon, ihr beide wärt Musketiere, mit denen man eine interessante Unterhaltung führen könnte.
*zu Athos* Mein Freund, bitte erlaubt, dass ich kurz mein Schweigen unterbreche: Madame, waren Euch unsere bisherigen Worte wahrhaftig nicht interessant genug?

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- Offizieller Beitrag
*Schulterzuckend* Was denn? Schweigen kann so vielsagend sein. Worte werden sowieso überschätzt und in der Regel noch dazu missgedeutet.
OT. Kannst du gern, aber da unsere Gehirne gleich bleiben, wird das nicht viel ändern. Abgesehen davon hatte das Schweigen nicht unbedingt was mit dem Mangel an Worten oder Ideen zu tun

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*mit sanftem, hintergründigem Lächeln* Besonders Euer Schweigen, mein Freund, ist von höchster Beredsamkeit! Doch ich selbst möchte die Worte nicht gänzlich missen. Kann man doch so wunderbare und vollkommen unblutige Gefechte mit ihnen austragen!

aber da unsere Gehirne gleich bleiben, wird das nicht viel ändern
(OT:
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- Offizieller Beitrag
*Melancholisch* Freund, seid mir nicht böse, aber ich habe schlechte Erfahrungen mit derartigen unblutigen Wortgefechten gemacht - Worte können, und das hatten wir ja schon einmal gesagt, weitaus schneidender sein, als ein Schwert. Dennoch gebe ich Euch zu, dass reines Schweigen auch zu ... Missverständnissen führen kann.
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