- Offizieller Beitrag
Porthos: Der Gesundheit sind sie auch arg abträglich, denkt nur an de Pieux, dessen Nase ist schon ganz abgefressen.
Porthos: Der Gesundheit sind sie auch arg abträglich, denkt nur an de Pieux, dessen Nase ist schon ganz abgefressen.
Madame*zu Porthos*Dieser de Piex scheint ja sehr umtriebig gewesen zu sein...und die Nase ist ja erst der Anfang...hat er denn wenigstens daraus gelernt, und solche Damen nicht mehr aufgesucht? Ich wundere mich ja, dass Tréville ihn nicht entlassen hat. Ist er noch immer bei den Musketieren?
Porthos: Oh, er war kein Musketier, madame, zum Glück nicht. Was er allerdings mit seiner freien Zeit anfängt, weiß ich nicht.
Madame*zu Porthos*Kein Musketier? Gut zu hören, das wäre kein schöner Gedanke, dass die Musketiere bei ihren Feldzügen die Franzosenkrankheit im ganzen Land verbreiten. Und es scheint so einige wie de Piex zu geben, ich habe schon mehrere Männer hier in Paris gesehen, die mit einer künstlichen Nase herumlaufen. Ihr Musketiere könnt froh sein, dass ihr bald für mehrere Wochen aus Paris herauskommt, manchmal hat man diese Stadt doch etwas satt, an fast jeder Ecke lungern hier dubiose Gestalten herum.
Porthos *knufft Aramis sanft in die Seite* He, mon cher Aramis, schlaft Ihr? Ihr seid so still!
Aramis *schreckt hoch aus seiner inneren Versenkung* Wie? Ach, ich träumte eben bloß *wirft Athos ein verstohlenes Lächeln zu* von den weich gepolsterten, flauschigen Plätzchen in einer gewissen Unterwelt -
d`Artagnan *indigniert* Wenn wir schon bei dieser gerade erwähnten Krankheit sind - mon cher Abbé, Ihr neigt wie immer dazu, in Rätseln zu sprechen! Das ist die typische maladie der Poeten. Ihr verdreht die Welt der Wirklichkeit in Eurer überhitzten Fantasie so lange, bis sie Euren kühnsten Träumen voll entspricht und lebt in der vergeblichen Hoffnung, sie möge irgendwann tatsächlich in dieser Form Realität werden. Gesund ist das auch nicht!
Aramis *verdreht bloß die Augen, unter enerviertem Seufzen*
Madame*zwinkert Aramis kurz zu*Monsieur, Ihr träumt wohl gerade von der Dame Eures Herzens? Euer selig entrückter Blick verrät Euch. Selbst ein Abbé scheint gegen die Liebe nicht gefeit zu sein...ist sie denn schön, Eure Angebetete?
*zu d´Artagnan*Euer Freund lebt vermutlich gesünder als Ihr, denn bei Euren vielen Frauenbekanntschaften werdet Ihr früher oder später in Schwierigkeiten geraten. ![]()
Porthos *pragmatisch* Ach was, Träume sind Schäume, und Schönheit vergeht. Am gesündesten ist das Geld!
Madame*zu Porthos* Nun, Monsieur, da stimme ich Euch durchaus zu, allerdings macht das Geld einen dauerhaft auch nicht glücklich, es gibt einem nur den Anschein von Glück für eine kurze Zeit. Allerdings kann man sich mit Geld fast alle Träume erfüllen, und auch Schönheit lange erhalten*grinst amüsiert*Habt Ihr von dem 25 jährigen Jüngling gehört, der sich im Theater von Paris in eine uppig geschminkte schlanke Dame verliebte und ihr das Jawort gab, weil er von ihrer Schönheit so hingerissen war? Was glaubt Ihr wohl, was ihn nach der Hochzeit erwartete? Als die Schminke runter war, und die Perücke auch, da musste er erkennnen, dass er eine 70jährige geheiratet hatte. ![]()
Porthos *ungerührt* Pah! Wenn sie reich ist?!
Madame*Monsieur, wer weiß, womöglich verlangt sie ja für den Ehevertrag eine Gütertrennung, das machen jetzt viele Frauen hier in Paris wenn sie heiraten, besonders die reichen Witwen ![]()
Athos: Vielleicht hat er ja Gefahrenzulage verlangt. *zu Aramis, feixend*: Und, ist sie schön, Eure Angebetete?
Aramis *ebenso retour* Mein Freund, schlicht und einfach überirdisch! Der reinste Engel! ![]()
d`Artagnan *neugierig* Oh! Wie heißt sie denn?! ![]()
Madame*das weiß doch fast jeder in Paris, dass Euer Freund für die Herzogin von Chevreuse schwärmt, das hat sich bereits herumgesprochen ![]()
Aramis ![]()
Porthos: *Schlägt Aramis auf die Schulter* Dann gebt Ihr es also endlich zu? Darauf getrunken, Freunde! *Sich neugierig vorlehnend* Und, wie ist sie so?
Aramis *zu Porthos, vertraulich* Spröde, mein Lieber! Sehr spröde!
Madame*zu Aramis*Monsieur, wenn sie spröde ist, warum sucht Ihr Euch dann nicht einfach eine andere? Es gibt doch so viele Frauen hier in Paris...und sicherlich sind einige Eurer weiblichen Beichtkindern an Euch interessiert. ![]()
Athos *mit hochgezogenen Augenbrauen*: Spröde??
Aramis *seine Fingernägel betrachtend* Oh, durchaus nicht immer, mein Freund. Unter gewissen Umständen, je nach Mondphase, Tagesverfassung, Jahreszeit und so weiter können gewisse emotionale Schwankungen auftreten, die den Kontrastreichtum der menschlichen Natur wieder anschaulich demonstrieren - ![]()
*zu Madame, indigniert* Madame, ich gehe nicht wie der Fuchs auf Hühnerjagd! Oder stelle wie ein alter Kater den jungen Täubchen nach!
Madame*Nun, Monsieur, aber wie Ihr von Eurer Geliebten sprecht, das klingt sehr abfällig..spröde..das klingt durchaus nach einem Fuchs, der gerne auf die Hühnerjagd gehen würde, weil ihm sein letztes Fressen nicht gut genug geschmeckt hat. Die menschliche Natur ist in der Tat kontrastreich, Monsieur, aber es wäre doch auch langweilig, wenn alle Menschen charakterlich gleich wären. Seid Ihr nicht selbst manchmal auch launenhaft, genau wie Eure Geliebte, die Herzogin? Diese Schwankungen hattet Ihr doch gewiss auch schon.