Beiträge von AstridB

    was ist das?

    @Alienor Also, das was ich gepostet habe, wurde glaube ich schon hundertmal im Internet gepostet, es ist der Klassiker unter den automatischen Übersetzungen. Ich habe aber so eine ähnliche Anleitung für einen digitalen Bilderrahmen und zum Glück liegt die Mehrsprachig bei, also auch Englisch. Das geht meistens.

    Das ist der Klassiker aus Spiegel-online :

    @Alienor Die im Film dann sträflich missachtet wurde, bis hin zu der Frechheit im Abspann zu behaupten, dass Philippe Frankreich erfolgreich regiert hätte.

    Auch wenn das nicht zielführend ist, hier mal die Stelle, übersetzt von Google:

    Zitat

    "Du bist es eilig!" rief der Musketier `s bleich wie ein Blatt," Unter diesem Vorwand du mich schlägst, sagen Sie mich entschuldigen und Sie glauben, dass genug? Nicht ganz, mein junger Menschen. Du glaubst, weil du gehört, Monsieur de Treville zu uns sprechen ein wenig cavalierly an diesem Tag, dass `wir es behandeln, wie wir sprechen, denken Sie noch einmal, Kumpel, du bist nicht Treville, du!"

    also, in einer Rede zwischen Du und Sie wechseln ist ja schon krass!


    und auf Englisch:

    Zitat

    "You're hurry!" cried the musketeer `s pale as a sheet," Under this pretext, you hit me, you say excuse me and you believe that enough? Not quite, my young man. Believe you, because you heard Monsieur de Treville speak to us a little cavalierly this day, that `we can treat it as we speak, think again, mate, you're not Treville, you!"

    Viel Spaß damit!

    @Alienor


    wir können kaum von Türken verlangen, dass sie sich in Deutschland integrieren, wenn deutsche Rentner in die Türkei oder nach Südspanien ziehen, möglichst in deutsche Enklaven und sich eben auch nicht integrieren in die dortige Gesellschaft. Zumindest kam es in einigen Reportagen so rüber.


    Aramis


    es kam glaube ich schon öfter vor, dass in einer stark unterdrückten Gesellschaft Gesellschaftskritik kreativ in erlaubtem versteckt wurde, also z.B. in Bildern, oder Romanen.

    @Alienor Doch, das Abendmahl kann man schon besichtigen, nur halt nicht mehr spontan. Wir sind halt einfach so hin, aber jetzt geht's glaube ich nur noch für Gruppen und mit Voranmeldung. So habe ich auch in Palermo die Capella Palatina und das Kloster Monreale besichtigt, beides eigentlich sehr schön, vor allem die Mosaike an der Wand, die Geschichten aus der Bibel erzählen. Aber da wirst du nur Durchgeschleust, mußt raus sein, wenn die nächste Gruppe kommt, aber für diesen "Comicstrip" braucht man einfach Zeit und Ruhe, außerdem gibt's da so viele Details zuim anschauen.

    kaloubet
    Ich stimme dir zu, Porthos ist der offenste der vier Freunde. Er spricht offen über seine Ziele und Träume, allerdings ist da nichts fürchterlich geheimnisvolles dran. Er hat relativ bescheidene Wünsche: Immerhin träumt er "nur" von einer Baronie. Er lebt im hier und jetzt, seine Vergangenheit spielt für ihn keine Rolle. Seine Freundschaft und Treue ist Bedingungslos. Politisch scheint er mir eher desinteressiert, weshalb er sich vielleicht von seinen Freunden in die verschiedenen Bündnisse ziehen lässt. Meine Sympathie für Porthos ist auch aus der tollen Darstellung im Musical durch Enrico de Pieri entstanden, ich fand es nur Schade, dass er gleich am Anfang aufs Essen reduziert wurde.


    Porthos wird zweimal für fremde Interessen eingespannt, von d'Artagnan und von Aramis. Da fehlt eigentlich die Kombination Athos und Porthos?


    Aramis ist ein Intrigant. Er hat von vornherein immer einen Hintergedanken. Ich schätze, er ist auch der Politischste von allen. Während Athos seine Vergangenheit verbirgt, hält Aramis Aspekte seiner Gegenwart verborgen. Aramis möchte gerne der Drahtzieher im Hintergrund sein. Sozusagen eine "graue Eminenz".


    Athos hat eigentlich nach seinem Ausscheiden bei den Musketieren keine großartigen Ziele mehr. Für sich, sollte ich sagen, denn er konzentriert seine Träume in Raoul. Athos ist aber derjenige, der den stärksten Ehrbegriff verkörpert. Er hinterfragt, in was er hineingezogen werden soll und kann deshalb d'Artagnan nicht unterstützen, da er mit Mazarin nicht einverstanden ist.


    d'Artagnan ist mir am unsympathischsten. Ich weiß nur nicht, woran ich das aufhängen soll. Er ist jung und überschwenglich. Fast überheblich. Vielleicht, wegen des Verfolgungswahns auf Rochefort? D'Artagnan ist schlau. Er ist derjenige, der seine Freunde ausfragt. Er mißtraut Aramis und glaubt gleich, dass dieser was im Schilde führt. Während sich in den Musketieren alle gemeinsam gegen Richelieu und Mylady stellen, wandelt sich d'Artagnan zu einem treuen Gefolgsmann Mazarins, dem zwar nicht schmeckt, was dieser macht, der die Suppe aber brav auslöffelt, in der Hoffnung ein paar Krumen abzubekommen.

    @Alienor, Aramis


    auch wenn das jetzt OT gerät, es erscheint doch ein wichtiger Aspekt und dazu auch Aktuell, dass sich homogene Stadtviertel bilden, z.B. nach Religion/Konfession oder Nationalität. Ich finde, diesen Effekt gibt es heute auch und ich meine, besorgniserregend stark. Ich denke, dass gerade das die Integration junger Migranten verhindert.


    Es ist ein verständlicher Effekt: In der Fremde sucht jeder das Bekannte also andere Menschen mit gleicher Sprache oder Religion. Bilden sich ganze Stadtviertel, dann wird die Auseinandersetzung mit den dort Einheimischen immer unnötiger. Vermutlich liegt es an der Menge der Zuwanderer: unter einem best. Anteil an der Gesamtbevölkerung besteht möglicherweise eine Art Integrationsdruck, der bei einem höheren Anteil nicht mehr gegeben ist, da es dann ja die Grundversorgung in der eigenen Sprache oder Kultur gibt (Läden, Ärzte,...)

    @Alienor es ist schon korrekt, dass die Hugenotten die Psalmen auf französisch vortrugen/lasen/beteten, über das singen stolpere ich halt, weil die Protestanten heute die Psalmen sprechen, aber offensichtlich nie singen.


    Ich denke, dass Dumas Beweggründe viel einfacher waren. Der Puritanismus spielte in England eine große Rolle, da brauchte er nicht groß suchen. Außerdem lassen sich damit natürlich klasse die Unterschiede herausstellen, denn die echten Unterschiede sind für Laien schon schwer verständlich. Allerdings beschränkt sich Dumas auf vage Andeutungen. Na ja, ich kann's ihm nicht verübeln, ich habe es ja auch nur angedeutet im ersten Kapitel von Porthos, wiel ich von Calvinismus zu wenig Ahnung habe um die Lebensumstände und Ansichten der Calvinisten umfänglich beschreiben zu können.

    @Alienor Eine gewisse Wahrscheinlichkeit spreche ich nicht ab, allerdings stellen sich da ein paar Fragen: Warum haben die Sowjets nicht versucht, zu beweisen, dass die USA gar nicht auf dem Mond war? Ich meine, nichts hätte peinlicher für die Amis sein können. Und spätestens bei einem Flug zum Mond, oder Vorbeiflug an der Rückseite des Mondes würde ja alles auffliegen.

    Aramis, @Alienor
    Danke für's nachlesen! Ich würde sagen, Mylady hat Felton ganz unauffällig, aber erfolgreich einer Gehirnwäsche unterzogen.


    Ich war auch ganz verblüfft, dass die ev. Kirche oft strenger ist, als die katholische. Andererseits war ja gerade das, das was Luther angeprangert hatte. Dass es sich viele allzu bequem eingerichtet haben und die Gebote und Regeln nur noch sehr lässig gehandhabt wurden.


    Mich irritiert dawas im Roman: Dass die Hugenotten die Psalmen auf französisch singen, statt auf Latein.


    In den ev. Gottesdiensten sind Psalmen glaube ich ein fester Bestandteil, aber gesprochen. Bei einer ökumenischen Veranstaltung waren die Protestanten ganz überrascht, dass man Psalmen auch singen kann (Eigentlich sind es tatsächlich Lieder, ähnlich der Odysee oder Illias von Homer), habe ich mir erzählen lassen.

    @Alienor Es existieren ja die abenteuerlichsten Verschwörungstheorien (ist das in den USA vielleicht Unterrichtsfach?) Ich stelle mich auf den Standpunkt: Die einfachere Lösung ist die wahrscheinlichere und je mehr Leute in eine Verschleierungsaktion mit einbezogen sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass einer was ausplaudert.

    @Alienor


    Ich war in Venedig, als Jugendliche mit Eltern und Geschwister. In Mailand war ich damals auch und habe auch das berühmte letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci im Original gesehen. Nach der Hochzeit waren wir ebenfalls in Mailand. So spontan wie früher kommt man nicht mehr an das letzte Abendmahl heran und einen Tagesausflug nach Venedig zu machen (ganz spontan, wir waren damals in Bibione im Urlaub) ist glaube ich leider auch nicht mehr so einfach. Lust dazu hätte ich trotzdem. Aber Gondel fahren ist glaube ich einfach zu teuer (und Murano-Glas nicht immer Murano-Glas)


    Apropos, wir waren vor 10 Jahren oder so zwischen Nizza und Cannes und haben uns schöne alte Dörfer mit Töpfereien und Glasbläsereien angeschaut.

    @Alienor, Aramis
    So genau hatte ich es nicht mehr im Kopf, nur dass John Felton zu einer sehr strengen Richtung gehörte. Mylady hat Felton ja so bequatscht, dass er glaubte Buckinghams Tod wäre unbedingt nötig.


    Nicht alle Pfarrer sind gleich, aber es gibt schon solche, mit denen du diskutieren kannst. Es gibt auch eine Methode, nach der Laien sich in der Gruppe Bibeltexte erschließen können: Bibel teilen.


    In Württemberg gab es pietisten, die haben auch alles sehr streng genommen. Der Satz: no sex, no drugs, no fun bezieht sich auf solche strengen Konfessionen. An Fasching wird das am deutlichsten: Mehrheitlich katholische Ortschaften feiern Fasching, was ab etwa drei Könige an den Fetzen über der Strasse sichtbar ist. Protestanten haben Fasching abgelehnt, was sich eben noch heute in den fehlenden Fetzen niederschlägt. Dieses Beispiel zeigt auch, warum der Katholizismus von Dumas als die bequemere Konfession bezeichnet wird (irgendwo in den 3 Musketieren). Ein Symptom ist es ja auch, wie sich Aramis in zwanzig Jahre danach in seinem Kloster eingerichetet hat. Dieses Scheinheilige, das ist es ja, was die Reformatoren so gerügt haben.

    @Alienor Oh je, diese Gottesdienste waren echt nicht erbaulich. Ich hatte als Jugendliche schon die Gelegenheit Jugendgottesdienste in der Gruppe vorzubereiten. Die Auseinandersetzung über ein Thema in der Gruppe war echt spannend. Da zählt nicht irgendeine hochtheologische Bibel-Auslegung, sondern das was dich anspricht.


    Eine Anmerkung: John Felton kann man nicht als Hugenotte bezeichnen, das bezieht sich nur auf die Bewegung in Frankreich. Das Komplizierte ist, dass sich mit der Reformation auf einen Schlag viele verschiedene protestantische Richtungen entwickelt haben. Da kann ich euch nur Wikipedia ans Herz legen.


    Wenn ich mir über die Richtung nicht im Klaren bin, der jemand angehört, dann sage ich Protestant, das geht glaube ich bei allen. John Felton war, meine ich, Presbyterianer? Auf jeden Fall was ziemlich Strenges und Radikales.