Beiträge von Aramis

    Man könnte das Ganze natürlich auch so aufziehen, dass Porthos (oder ein anderer der Vier) die Handlung der Musketiere Jahre später rückblickend erzählt und dazu die entsprechenden Filmszenen eingeblendet werden. Diese Technik verwendet die Rocky Horror Picture Show, dort gibt es auch einen Erzähler, der die Handlung rückblickend aufrollt. Ich mag`s, wenn sich eine Filmfigur direkt an die Zuschauer wendet, das ist am Ende von Milos Formans Amadeus so klasse, wenn der alte Salieri im Irrenhaus direkt zum Publikum sagt: "Ihr Mittelmäßigen überall, ich vergebe Euch!"^^:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Entweder Porthos redet mit sich und kommt etwas dement rüber oder ... keine Ahnung, er sagt das zu seinem Hund?

    8)Nein, es ist ein innerer Monolog, den der Zuseher sozusagen mithört - bei Schtonk z.B. berichtet Knobel zu Beginn des Films über seine bisherige Vergangenheit als Fälscher, während man die entsprechenden Szenen im Film sieht. Er ist praktisch zugleich auch der Erzähler im Off, der einen Monolog hält. Der Film wechselt geschickt zwischen Handlungsmodus und Erzählmodus und her, ich kann das jetzt leider nicht besser beschreiben *grmpf*. Natürlich darf man dieses Stilmittel nicht permanent einsetzen, sonst wird es penetrant. Aber so hin und wieder, an besonderen Stellen, z.B. als Einleitung einer Szene, Überleitung zwischen 2 Szenen, kurzes Resümee einer Szene usw., fände ich es durchaus passend...

    :D:D:D:P*kicher* Porthos in Großaufnahme, dann Schwenk zu den Visagen seiner Bewunderer (unter ihnen ein junger Gascogner) und Neider - eine prima Einstiegsszene! :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Hmmm - wie wär`s, wenn man generell die jeweiligen Gedanken (zumindest die essentiellen) mit der Stimme des jeweiligen Darstellers aus dem Off für den Zuschauer hörbar machen würde?

    8)Der Schneider, bei dem Porthos sein neues Wams anprobiert, ist ein Karl Lagerfeld-Verschnitt (weißer Pferdeschwanz und schwarze Haarschleife).

    Die Aramis-Szene ist ein einziger Kotzbrocken, von wegen lustig! <X


    Im Vorzimmer von Tréville

    :)O ja, das wär doch ein prima Einstieg!:thumbup::thumbup::thumbup: Das Gefecht auf der Treppe zu Beginn in Nahaufnahme, sodass man vorerst glaubt, es wäre ein ernstgemeinter Kampf, und man kriegt erst beim Schwenk in die Totale (oder wie immer das heißt) mit, dass es sich um einen übermütigen Showkampf handelt, der sich im Vestibül von Trévilles Palais abspielt8)

    Aber dass der Nachbar übergriffig wird, wenn der Herr nicht da ist, scheint mir ein recht guter Plot.

    Ja, das stimmt! :thumbup::thumbup::thumbup:Solche Nachbarschaftsstreitigkeiten sind auf alle Fälle sehr realistisch. Aber von meinen Ansprüchen mag ich mich nicht freimachen, das wäre irgendwie Verrat an mir selbst.:|

    bei manchen möchte man die Schauspieler schubsen und sagen, jetzt komm doch mal in die Gänge.

    Tja, die einzelnen Parts sind oft sehr eng gestrickt, streng nach dem jeweils üblichen Rollenmuster *gähn*: Strahlender junger Held à la Errol Flynn, ihn anhimmelnde Dame in Nöten à la Olivia de Havilland, das reicht denen schon. Dann noch der unverzichtbare Bösewicht à la Basil Rathbone, und fertig ist der Film. Besonders nervtötend: Die dazugehörige Filmmusik Marke Wummstäterä.

    ;)A propos "lustige Szenen": Wie fandest du die Karl Lagerfeld-Persiflage und die Szene mit Aramis als Strafzettel-Verteiler im 2011er Film?8)


    Die 3M aus Porthos`Sicht? Eine interessante Idee! 8):thumbup::thumbup::thumbup:Wie würdest du in diesem Fall mit der Handlung einsteigen?

    Es gibt viele Mittelalterfilme, die das übertreiben und nur noch einen einzigen Sumpf zeigen ?(

    *kicher* Monty Python`s Ritter der Kokosnuss, par exemple? Ich fand diesen Film, was Dreck betrifft, historisch ziemlich korrekt ;)


    Gleichzeitig dürfte man aber nicht durch historische Überkorrektheit (was Dumas ja ganz und ga rnicht war ;) ) in so eine Starrheit verfallen, wie sie für viele Mantel und Degenfilme üblich war

    8|Echt, es gibt historisch überkorrekte Mantel- und Degen-Filme?? Äh, mir fällt dazu jetzt kein einziger ein:whistling::whistling::whistling:

    Beim Drive geb ich dir recht, das Ganze sollte alles andere als stereotyp ablaufen! Hm, was die Perspektive betrifft, fand ich z. B. Nicolas Junckers Comic , der die Ereignisse aus der Sicht d`Artagnans erzählt, sehr gut gemacht. Unser Gascogner ist hier eindeutig nicht der strahlende junge Held.8):thumbup:

    Keine Föhnfrisuren mit Tolle, aber auch keine Pseudorocklederkluft,

    8)Ich glaube, anhand dieser Beschreibung die Borderie-Verfilmung von 1962 zu erkennen, und diejenige von 2014 ;)

    Überzeugende Kulissen? Also offene Kanäle, Misthaufen, ungepflastere, kotige Straßen (auf diesem Gebiet ist der Molière-Film von Ariane Mnouchkine wirklich gut!:thumbup:), Kostüme streng nach historischen Schnitten und Stoffmustern (siehe historische Gemälde und Stiche), französische Barockpferde, barocke Reitweise nach Pluvinel, historisches Fechten mit Rapier und Dolch nach Fr. Dancie. Haha, genau daran scheitert sicher jeder heutige Schauspieler! Wie soll man in einem Schnellsiedekurs lernen, wofür man normalerweise Jahre investieren muss! 8)

    :PHaha, ein Drehbuch zu den 3M, das ist es also? Und ich Idiot kritzel mir seit Jahren die Finger mit FF-Schreiben wund! 8);)

    Aber mal im Ernst: Wie würdet ihr euch die 1. Szene vorstellen? Die bisherigen Filme beginnen ja entweder mit d`Artagnans Abschied vom Elternhaus oder analog zu Dumas`Romanbeginn mit seinem Eintreffen in Meung. Gibt es dazu eine Alternative? Hmmm.... d`Artagnan erwacht mit schmerzendem Schädel im Herbergsbett und erinnert sich via Rückblende daran, wie er dorthin kam?

    gut gemachte Actionsszenen, durchdachte Dialoge

    8oBezüglich Dialoge würd ich eine gewisse deutsche Übersetzung als Vorbild empfehlen: "Lasst Euch diesen Wahn vergehn!" etc. Nein, Scherz beiseite!;) Aber sollte man sich da nicht eher an Dumas halten? Er hat ja haufenweise Dialoge im Roman eingebaut...

    Das oben Zitierte leuchtet mir ein, aber was verstehst du genau unter einem "überzeugenden Bühnenbild"? Die Szenerie schlechthin? Ich hab die neuen Sherlock-Filme nicht gesehen, daher fehlt mir das Vergleichsmaterial...:whistling:

    :)Grüß dich, Sklau, herzlich willkommen im Kreis der Enthusiasten!;)Was fasziniert dich denn speziell an den 3 Musketieren? (Oder ist diese Frage zu indiskret?8))

    :)Ah, das hört sich sehr interessant an! (Wobei es natürlich schade ist, dass ausgerechnet Athos und Aramis fehlen). Vielen Dank für deine super Beschreibung, da kann man sich schon mal vorstellen, worum es inhaltlich bei diesem Comic geht.8):thumbup::thumbup::thumbup: