Beiträge von Aramis

    Im Borderie-Film ist mir jetzt nur Planchet optisch in Erinnerung geblieben :whistling: , an die anderen kann ich mich jetzt überhaupt nicht erinnern.


    Bourvil fand ich ganz schrecklich, aber dafür spielte im 1953er Gino Cervi den Porthos! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: Zu schade, dass man seine Rolle nicht ausgebaut hat, bei einem solchen Weltklasse-Schauspieler!


    Im HDB-Stummfilm von 1921 sind alle 4 Dienerrollen besetzt, und in der 2. Fassung von 1932 auch.

    Hat ihn dieses treulose Flittchen, die sich auch noch Constance nennt, etwa unterschlagen?

    :thumbsup: Sieht so aus! Hm, ich frag mich, wo die Königin dann den Ring herzaubert, mit dem sie d`Artagnan nach gelungener Wiederbeschaffung der ferrets belohnt? Ok, ja, sie besitzt wohl ein gut gefülltes Schmuckkästchen, aber trotzdem wirkt das ein bissl wiederholend...

    Rochefort ist vielleicht eine Spur zu dick

    :thumbsup: Ja, einverstanden!
    Den russischen Porthos mag ich auch sehr gern, ebenso wie seine Madame Coquenard, die find ich echt gut besetzt.Was die Diener angeht, ich kann mich nicht erinnern, dass die vorkamen. Ihr Fehlen ist in der Tat seltsam, warum in aller Welt hat man sie eliminiert??


    Im Borderie-Film mag ich eigentlich nur Athos (Georges Descrières) wirklich; Mylène Demongeot als Mylady ist mir ein wenig zu sehr Brigitte Bardot-lastig, Lana Turner gefiel mir in dieser Rolle weit besser...

    Ah? Komisch, dass das nicht weiter kommentiert wird, denn es ist ja laut Text offensichtlich, dass de Wardes ein Graf ist und kein Herzog. Naja, was soll`s, solche Irrtümer passieren eben, ich glaub nicht, dass das duc absichtlich gemeint war.

    fern von jedem Klischee und trotzdem irgendwie glaubwürdig

    Ich glaub, in Sachen Historienfilme und Litearturverfilmung waren die Russen schon immer weit besser als der Westen. Sie scheinen sich irgendwie doch noch an die alte Maxime zu halten, dass Film Kunst zu sein hat und nicht bloß Kommerz. Es gibt da u.a. eine legendäre russische Sherlock Holmes -Verfilmung, und sie haben auch Agatha Christie`s And then there were none mit dem originalen tragischen Schluss verfilmt. Die Hollywood-Amis haben das natürlich feige vermieden und mit Gewalt ein Happy End draus konstruiert X( . Von den unzähligen missglückten 3 Musketiere-Verfilmungen will ich gar nicht reden :pinch:

    Russischkenntnisse helfen manchmal doch.

    8o Wow, du kannst Russisch? Hut ab vor dir! Ich find diese Sprache urschön, vor allem, wenn sie gesungen wird :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:


    Ja, der russische d`Artagnan wirkt auch auf mich sehr sympathisch, obwohl er eindeutig nicht mein Lieblingscharakter ist ;) . Und du hast recht, in den übrigen Filmen ist er zu alt. (Außer im 2011er, und der zählt für mich nicht :thumbdown: )
    A propos dazugedichtet: Der Beginn des Films mit dem Grund, warum d`Artagnan zwangsläufig von zu Hause weg und nach Paris muss, könnt in meinen Augen glatt von Molière sein... :D

    admiral


    Der duc de Wardes taucht in meiner französischen texte intégral-Ausgabe der 3M (2011, Pocket Verlag) auf. Von welchem Verlag ist deine 1844er-Fassung? Wäre interessant zu wissen, was in kaloubets Bouquins-Ausgabe an derselben Stelle steht...

    Ich bin vorhin zufällig über eine weitere Ungereimtheit gestolpert:
    D´Artagnan unterzeichnet den gewissen Brief an Mylady, der ihm Zugang zu ihr verschaffen soll, mit Comte de Wardes. Im Kapitel Le secret de Milady erklärt er aber: Le duc de Wardes de jeudi et le d`Artagnan d`aujourd`hui sont la même personne. Hier ist de Wardes also plötzlich ein Herzog, obwohl er sonst immer als Graf tituliert wird. Ein schlichter Irrtum? Leider kann ich die Stelle nicht mit der französischen 1849er Online-Ausgabe vergleichen, weil das entsprechende Kapitel dort fehlt. In der englischen Online-Ausgabe ist der duc durch comte ersetzt worden...

    Er muss den Wortlaut des Originals respektieren

    Wobei sich bei den Übersetzungen aus dem 19. Jh. noch die Frage nach der Zensur stellt. Ich glaube nicht, dass die damaligen Zensurbestimmungen in Frankreich und Deutschland dieselben waren...aber ich kenn mich auf diesem Gebiet zu wenig aus. :whistling:

    Französische Fassung von 1849:


    — Nous ne serions que trois, dont un blessé, plus un enfant, reprit Athos, et l’on n’en dira pas moins que nous étions quatre hommes.


    — Oui, mais reculer ! dit Porthos.


    — C’est difficile, reprit Athos.


    Der Satz von Aramis fehlt. Auch in meiner französischen texte intégral-Fassung ist er nicht vorhanden. 8) Und in der deutschen Hagenau-Übersetzung fehlt er ebenfalls. Anscheinend wollte Zoller die Unausweichlichkeit des Duells mit den Kardinalisten unterstreichen...