Gasthaus zum Roten Taubenschlag

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    Athos: Lieber d´Artagnan, Ihr seid noch jung und ungestüm, doch wisst, dass gewisse Tugenden durchaus erstrebenswert sind.

    D´Artagnan: Ah? Und welche wären das?

    Athos: All die, die einem wahren Edelmann wohl anstehen. Ehrlichkeit, Mut, Respekt ... *mit einem melancholischen Lächeln* auch dem schwachen Geschlecht gegenüber.

  • d`Artagnan *hochgemut* Oh, den Mut unterschreibe ich sofort! Doch was die Ehrlichkeit betrifft, sollte man wohl nicht immer allzu offenherzig sein, findet Ihr nicht, Athos? Mit List kommt man meist sehr viel weiter als mit braver, wahrheitsgetreuer Biederkeit! Und was den Respekt gegenüber den Frauen anbelangt *grinst verschmitzt* : Ich gebe ihnen doch nur verlässlich, was sie sich von mir erwarten! :D

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

  • Madame*amüsiert grinsend zu d´Artagnan*wobei ich mir sicher bin, dass der alte Bonaciex selbst auch alles andere als tugendhaft ist....in Eurer Nachbarschaft erzählt man sich, er habe neulich eine Dame am Place Royale besucht. Er ist seiner Frau also auch nicht treu...warum sollte sie es dann sein? Gerade die Menschen, die sich besonders tugendhaft geben, haben oft einen ausschweifenden Lebenswandel.

    Madame*zu Athos*Monsieur, Ihr habt durchaus Recht, ohne Tugenden geht es nicht, aber man sollte vor lauter Tugendhaftigkeit nicht vergessen das Leben zu genießen. Ehrlichkeit Mut und Respekt mögen durchaus erstrebenswert sein, und wir Frauen mögen das ja auch, aber wenn ein Mann zu tugendhaft ist, fragen wir uns, was sich dahinter wohl verbergen mag. Kein Mensch ist perfekt, und wenn ein Mann sich zu perfekt gibt, ein wahrer Tugendwächter zu sein scheint, dann denken wir uns" Hat er etwas zu verbergen? Aber ich muss euch tadeln, Monsieur, warum bezeichnet ihr uns Frauen als schwaches Geschlecht? Das sind wir keineswegs, das kann ich Euch versichern. Ich denke, dass es schwache Menschen gibt, aber dass diese in beiden Geschlechtern zu finden sind. "

    *zu Aramis* Ehrlichkeit ist gewiss nicht immer von Vorteil, Monsieur, da gebe ich Euch Recht. Manchmal muss man lügen um andere nicht zu verletzen, wenn man immer die Wahrheit sagen würde, würde man wohl überall anecken, das steht fest. Aber Ihr solltet niemals mit den Gefühlen der Frauen spielen, gerade wenn Ihr ihnen gebt, was sie von Euch erwarte, besteht doch die Gefahr, dass sie sich in Euch verlieben, und was tut Ihr dann?

  • Aramis *süffisant* Oh, Madame, ich denke, Eure letzten lehrreichen Worte an mich sollten vielmehr an meinen Freund d`Artagnan gerichtet sein, nicht wahr? ;)

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

  • Madame*schmunzelnd*Nun, da habt Ihr wohl Recht, falls Euer Freund dieser Bonaciex nicht treu sein sollte, gelten diese Worte wohl auch ganz besonders für ihn. Eigentlich gelten sie für jeden Mann, der mehrere Eisen im Feuer hat. Aber Ihr fühlt Euch wohl gar nicht angesprochen bei meinen Worten? Neulich war in einem Salon die Herzogin von Chevreuse, die sich über Euch mit zornrotem Gesicht empört hat, sie sprach davon, dass Ihr sie enttäuscht hättet. Was genau da vorgefallen ist kann ich nicht wissen und es geht mich auch nichts an..aber die Dame war sehr verärgert.

    • Offizieller Beitrag

    Athos *mit erhobenen Augenbrauen, grinsend* : Ah?

    Porthos *dozierend* : erbose nie eine Dame, monsieur l´abbé. Was habt Ihr gemacht? Einer Widersacherin ein Sonett gewidmet?

  • Aramis *bekommt einen heftigen Hustenanfall*

    Porthos *klopft ihm hilfreich den Rücken* Oh, schon gut, mon cher Abbé, kommt schon, kommt schon! Wie war das also mit jener Dame?!

    Aramis *krebsrot, mit beschwörendem Seitenblick zu Athos, halberstickt krächzend* Das ...war wegen eines Gedichts, das ich ihr *hust* gewidmet hatte...ich hab darin ...ihren Namen Marie *keuch** auf Havarie gereimt *röchel*

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

    2 Mal editiert, zuletzt von Aramis (15. Juli 2014 um 08:06)

  • Madame*amüsiert grinsend zu Aramis*Ist die Chevreuse nicht jene Frau, die sich ihre Günstlinge wie Schoßhündchen hält, sie bedenkt sie mit Geschenken, aber sie müssen tun was immer sie möchte? Nun, womöglich waren Eure Gedichte nicht mehr nach ihrem Geschmack, weil Ihr eben nicht mehr das Lied gesungen habt, das sie hören wollte...und dann kann der Zusammenstoß mit einer solchen Frau auch rasch in einer Havarie enden :P

  • und dann kann der Zusammenstoß mit einer solchen Frau auch rasch in einer Havarie enden


    Aramis *immer noch atemlos* Da...habt Ihr durchaus *keuch* recht, Madame!

    Porthos *Aramis freundschaftlich auf die Schulter klopfend* Na, mein Freund, geht`s wieder? Nun ja, dann solltet Ihr Eure Verse, die Ihr den Damen widmet, vorsichtshalber lieber von einem Dichterkollegen Eures Vertrauens auf unpassende Vergleiche und Ungereimtheiten nachprüfen lassen, nicht wahr? Vier Augen sehen ja bekanntlich mehr als zwei, und bloß wegen eines schlechtsitzenden Verses Eure sichere Geldquelle zu verlieren, ist wohl nicht sehr ratsam!

    d`Artagnan *hochgemut grinsend* Pah, das hab ich nicht nötig! Mir geben die Frauen ihr Geld auch ohne alle Verse! :D

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

    Einmal editiert, zuletzt von Aramis (14. Juli 2014 um 20:28)

  • Madame*zu d´Artagnan*Ja, Monsieur, aber nur solange Ihr noch jung und schön seid. Wenn Ihr in die Jahre kommt...wartet noch etwa zwanzig Jahre, dann wird es auch für Euch schwieriger sein, das Herz einer Dame und ihre Geldbörse zu erobern. Eure Jugend wird vergehen, und wehe Euch, wenn ihr dann nicht Marschall oder Hauptmann seid und genug verdient um nicht von der Geldbörse einer Geliebten abhängig zu sein. Das Interesse der Frauen an Euch vergeht wenn Eure Jugend vergeht. :whistling:
    *zu Aramis* aber es gibt Gerüchte, dass sie Paris bald verlassen muss, weil der König sie verbannen möchte...falls das stimmen sollte, habt Ihr erst einmal keine Havarie mehr zu befürchten.

  • d`Artagnan *prahlerisch* In zwanzig Jahren? Pah! Da bin ich längst General! Oder noch besser Marschall! :evil:

    Porthos *neugierig* Ah? Der König will die Duchesse de Chevreuse von Hof verbannen? Warum denn das?!

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  • Madame*kopfschüttelnd zu d´Artagnan*Monsieur, Ihr könnt nicht wissen, ob Ihr es wirklich zum General oder Marschall bringen werdet. Viele junge Männer wie Ihr kommen mit solch kühnen Träumen nach Paris, und so viele Generäle und Marschälle gibt es nicht...nur wenige bringen es tatsächlich so weit wie sie wollten. Noch seid Ihr jung und glaubt dass Ihr eines Tages Marschall sein werdet, doch viele Männer die genau davon träumten haben das nicht geschafft, obwohl sie genau wie Ihr jung und voller Tatendrang waren.

    *zu Porthos* Nun, Monsieur, man munkelt, dass sie an einer Intrige gegen den König beteiligt war, der das Ziel hatte, in zu entthronen, ich weiß nicht ob das stimmt, aber falls es wahr ist, wird sie sich nie wieder bei Hofe blicken lassen können...jedenfalls nicht zu Lebzeiten des Königs, und dieser ist noch jung. Sie wird vermutlich nach Tours gehen, weit weg vom Hofe...das wird der Königin nicht gefallen..die Herzogin ist ja ihre engste Vertraute...wobei ich finde, dass die Köngin in diesem Falle ihre Vertraute schlecht gewählt hat.

    • Offizieller Beitrag

    Athos *zu Madame* : Hm, wenn ich Eure Worte richtig deute, so kann unser junger Geselle hier *weist auf d´Artagnan* sich noch der Gunst der Damen erfreuen, weil er schön anzusehen ist, mein Freund hier *Fingerzeig auf Aramis* muss sich aber sein Brot schon mit Gedichten verdienen? *Grinsend zu Aramis* Mein Lieber, Ihr wisst nicht, was Ihr an mir habt, ich habe noch nicht ein Gedicht von Euch verlangt, nicht einmal eines, das sich auf Havarie reimt.

  • Madame*zu Athos* Ja, Monsieur, die Frauen mögen schneidige junge Männer in Uniform die noch voller Tatendrang und Elan sind...ich finde eben, Euer Freund sollte sich nicht sein Leben lang auf die Gunst und den Geldbeutel der Frauen verlassen, denn beides wird rarer werden, je älter er wird. Was Euren Freund Aramis betrifft, mit seinen Gedichten hat er auch im Alter noch gute Chancen sein Brot zu verdienen, denn Gedichte kommen bei der Damenwelt immer gut an. Euer Freund ist nicht wie d´Artagnan von der Gunst der Damen abhängig, denn sein Kapital ist nicht seine Schönheit, sondern seine geistreiche Art. Versteht mich nicht falsch, er ist ein wirklich schöner Mann, aber er verlässt sich nicht auf die Gunst der Damen und glaubt, damit sein Glück für immer gemacht zu haben

  • Aramis *zu Athos, leise fauchend* Vorsicht, Vorsicht, mon cher ami! Ich bin noch lange kein verschrumpelter Tattergreis, der meilenlange Epen schreiben muss, um bei den Damen was zu gelten! *süffisant* Wobei - solche versifizierten Widmungen sind ja immerhin ein schriftlicher Beweis, dass der Dichter zumindest ein Viertelstündchen lang an die jeweilige im Gedicht zu verewigende Person gedacht hat. Mein Freund, Euer diesbezügliches Vertrauen ehrt mich wirklich sehr! :rolleyes:

    *zu Madame* Ihr meint also, ich besitze, im Unterschied zu meinem armen Freund d`Artagnan, doppeltes Kapital? Wie großzügig von Euch! :rolleyes:

    *zu d`Artagnan, süffisant* Habt Ihr gehört, mon ami? Schönheit vergeht, doch der Geist lebt ewig! Soll ich Euch nicht vielleicht doch zügiges Lesen und Schreiben beibringen? :D

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

    2 Mal editiert, zuletzt von Aramis (15. Juli 2014 um 08:12)

  • Madame*zu Aramis*Monsieur, ich wollte damit nur sagen, dass es nie gut ist, im Leben nur ein finanzielles Standbein zu haben, es ist schon gut, dass Ihr nicht nur Musketier seid, sondern auch noch Dichter und Abbé, so werdet Ihr im Alter gewiss nicht wie Euer Freund d´Artagnan finanzielle Nöte zu leidne haben.

    d´Artagnan*empört*Lesen und Schreiben? Also die Damen haben mich noch nie danach gefragt, ob ich lesen oder Schreiben kann, bei ihnen zählen ganz andere Qualitäten :P

  • Aramis *zu d`Artagnan, hingerissen* Ach wirklich?! Oh, bitte mein Freund, habt die Güte und klärt mich auf! So unglücklich sittsam und anständig, wie ich nun mal leider bin, kann ich mir da gar nichts Konkretes drunter vorstellen! Was also muss man als Mann haben, um die Damen zu betören?

    Porthos *pragmatisch* Am besten Macht und Geld! Das finden die Frauen allesamt zuhöchst erotisch!

    Troja stand in Flammen. Alles war im A**** (Homer, Ilias, 1. Versuch)

  • d´Artagnan*ironisch grinsend*Ich denke Ihr wisst was ich meine...Ihr wart ja auch eine ganze Weile mit Eurer Herzogin zusammen...und gewiss schätzte sie auch gewisse männliche Qualitäten an Euch

    Madame*zu Porthos*Nein, Monsieur, Geld und Macht zieht die Frauen nicht in jedem Fall an. Wenn der Mann wie Quasimodo aussieht und einen schlechten Charakter hat, dann kann Geld und Macht da auch nicht mehr viel helfen, dann wird jede Frau Reißaus nehmen.

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    Athos: Madame, da habt ihr vielleicht nur eine gewisse Sorte Frau auf Euren Reisen getroffen. Ich kann Euch versichern, es gibt leider Vertreterinnen Eures Geschlechtes, die weisen auch einen Quasimodo nicht ab, der nach totem Hund stinkt und von Geschwüren gepeinigt ist, wenn er nur das nötige Ansehen und den nötigen Reichtum mitbringt.

  • Madame*zu Athos*schüttelt sich angewidert*ein Quasimodo der nach totem Hund stinkt und von Geschwüren gepeinigt ist? Eine grausige Vorstellung, kaum zu glauben, dass manche Frauen sich für Geld an solche Männer verkaufen...ich vermute mal, dass Ihr damit die klassischen Schwarzen Witwen meint? Und genau wie die Spinnen sind diese Frauen recht freizügig was das Verabreichen von Gift betrifft.

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