Beiträge von Alienor de La Fére

    @Kalou


    Ja, in den Romanen wird ja auch sehr deutlich, wie sehr sich die Zeiten veränderten, in den über 35 Jahren der Romanhandlung, die Ära des Sonnenkönigswar ganz anders als die seines Vaters, in diese Welt passten die vier Freunde einfach nicht mehr....


    Aramis


    Darüber werde ich irgendwann auch eine FF schreiben, die Musketiere durch einen mysteriösen Zeitsprung mal ins Paris der Gegenwart versetzen...ich liebe ja solche Zeitsprünge :D

    Aramis


    Naja, da hast du schon Recht, aber im VAA deutet Dumas immerhin an, dass Raoul der damals noch kindlichen Louise bereits in hoffnungslos naiver Teenagerliebe zugetan war. Ob er da allerdings schon Raouls SElbstmord geplant hatte, da bin ich mir nicht sicher, denn Raoul ist im VAA noch ein mutiger, lebensfroher Mann, der sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Ich hatte den Vdb vor dem VAA gelesen und war ganz überrascht, im VAA einen völlig anderen Raoul vorzufinden.
    Den Raoul aus dem VAA mag ich lieber, den Raoul als dem Vdb nicht ganz so gerne, weil er sehr egoistisch handelte, ihm hätte klar sein müssen, dass er mit seinem Selbstmord im Krieg seinem Vater auch das Leben nimmt, dass dieser an Kummer zugrunde gehen würde.
    Schon seltsam:
    Im VAA ist Raoul ein Teenager, wirkt aber eher wie ein erwachsener Mann, im Vdb ist er ein erwachsener Mann, wirkt aber wie ein pubertierender Teenager.


    @Kalou


    Auf jeden Fall ist Dumas im VAA ein gewaltiger Überraschungseffekt gelungen, denn dass ausgerechnet Athos Vater werden würde, hätte sicherlich kein Leser der "Drei Musketiere" für möglich gehalten, wenn ich damals gelebt und die Geschichte noch nicht gekannt hätte, hätte ich eher den Gascogner als Vater gesehen....dem hätte ich so einen "Unfall" eher zugetraut, weil er im ersten Roman sehr umtriebig war, was die Damenwelt betraf.
    Schade, dass man Dumas nicht mehr fragen kann, ob er Raouls Tod von Anfang an vorgesehen hatte...möglich wäre es ja, denn auch im VAA wird schon eine stark ausgeprägte Liebe des jungen Mannes zu der kleinen Louise deutlich, die man allerdings, wenn man den Ausgang des Vdb noch nicht kennt, eher für eine Teenagerschwärmerei hält...so auch Athos, der ja sagte, er selbst wäre als Teenager in eine Statue im Garten verliebt gewesen, er also Raouls Liebe nur für jugendliche Schwärmerei hält.
    Da im 19. Jahrhundert Tragikromane sehr modern waren, ist zu vermuten, dass Dumas in diesem Zeitgeist schrieb, aber genau werden wir es niemals erfahren. Winnetou war ja auch eher tragisch angelegt, wobei es aber dort umgekehrt war, es immer die Frauen traf. Den neuen Winnetou hab ich mir noch nicht angeschaut, denn mir war schon die Neuverfilmung der schatzinsel ein Graus. :cursing:
    Deswegen weiß ich nicht, ob ich mich da heranwagen werde.

    Aramis


    Was ich mich immer frage: Hatte Dumas von Anfang an, schon als er am VAA schrieb, Raouls Selbstmord geplant?
    Ich habe mal ein Buch von Stephen King gelesen" über das Leben und das schreiben", in dem King schildert, dass bei vielen Autoren die Figuren ein Eigenleben entwickeln beim Schreiben, es dann anders ausgeht als ursprünglich vorgesehen, sich die Figuren quasi beim SChreiben selbstständig machen.
    Ich kenne das übrigens auch, ist bei mir wie bei King, meine Figuren entwickeln beim Schreiben oft ein Eigenleben, was dann zu überraschenden Wendungen führt.
    Auch bekannte Autoren wie Joanne K. Rowling schildern dieses interessante Phänomen.
    Kennst du das auch von deinen Geschichten?
    Deswegen frage ich mich, ob Dumas Raouls Tod von Anfang an geplant hatte, oder ob sich das beim Schreiben des Vdb einfach so ergab.
    Wir werden es wohl leider niemals erfahren.

    Aramis


    Dir auch einschönes neues Jahr. 8)


    Ja, zwischen der Chevreuse und Raoul gab es ja leider im Vdb gar keine Begegnung, fast als ob sie kein Interesse mehr an ihm hätte, als ich den Vdb las(vor Musketiere und vor VAA) wusste ich gar nicht, dass sie Raouls Mutter war, und ich erinnere mich, damals hier im Forum sogar die Frage gestellt zu haben ob Mylady RAouls Mutter war. :whistling:
    Erst hier im Forum erfuhr ich dann, wie Athos zu Raoul kam :whistling:
    Warum Dumas im Vdb keinerlei Begegnung zwischen Raoul und der Chevreuse eingebaut hat, werden wir wohl niemals erfahren. Ich vermute, dass Dumas die Beziehung von Mutter und Sohn einfach nicht für wichtig genug hielt, um sie im Vdb auszubauen.
    Ich finde das sehr schade, ich hätte es interessant gefunden sie im Vdb noch einmal aufeinandertreffen zu lassen, sie hätte ihm sicherlich gute Ratschläge geben, ihn aus dem Tief herausholen können.

    @Kalou


    Starb Winnetou denn bei der neuen Verfilmung auch? Ich hab mir die gar nicht angeschaut, aus Angst, sie könnten es total verhunzen und dem Zeitgeist entsprechend durch ein Happy End ersetzen wie das heute immer gern gemacht wird.


    Aramis


    Nun, Raoul in den Bund der Musketiere einzubeziehen wäre wohl schwierig gewesen, weil der arme Kerl ja leider nur Louise im Kopf hatte, aber womöglich hatten Athos und seine drei Freunde den Jungen von siener fanatischen Liebe zu Louise abbringen können. Gute Idee für eine FF, viellleicht mach ich mal was in der Richtung irgendwann.


    ;( Ja, das ist der Kernpunkt des ganzen VdB. Eine schreckliche und für mich großteils unverständliche Tragödie. Warum machte Dumas das? Wollte er seine Figuren (bis auf Aramis) alle konsequent umbringen? Irgendwie scheint mir das sein Plan gewesen zu sein ;(;(;(


    Ich denke, das ist eher dem damaligen Zeitgeist geschuldet. Während heute in Romanen Happy Ends, meist zum Kotzen schwülstig, gefordert werden, liebten die Menschen zur Zeit von Dumas Dramen, viele Werke aus dieser Zeit enden tragisch und mit vielen Toten, das ist mir aufgefallen.
    Wäre alle vier, zusammen mit Raoul, am Ende glücklich in den Sonnenuntergang geritten, wäre das wohl bei den Lesern nicht so gut angekommen.
    Damals waren eben Romane beliebt, in denen viele der Hauptfiguren am Ende das Zeitliche segneten.
    Ja, ich finde ein bisschen morbide und düster war das 19. Jahrhundert schon.

    Mir tut es sehr leid für die 12 Toten.
    Diese Menschen könnten noch am Leben sein, wenn die dumme, naive Merkel nicht dem Islam Tor und Tür geöffnet hätte.


    DAs wird alles noch viel schlimmer, wenn die Menschen nicht endlich erkennen, dass das sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun hat.


    Hier, so judenfeindlich war Syrien schon vor dem Krieg, das erinnert erschreckend an den Stürmer:




    Syrisches Stürmer TV:


    https://www.youtube.com/watch?v=KHqXt_JNSt8


    So perfide hetzten die Moslems in Syrien schon vor dem Krieg gegen Juden, Hetzer Julius Streicher hätte das syrische Fernsehen geliebt.
    Die Serie war dort übrigens ein Qutenhit so beliebt bei den Musels, dass sie in andere islamische Länder verkauft wurde.


    Der Islam ist keineswegs so friedlich wie man uns einzureden versucht.
    Der Islam ist der geistige Zwilling des Nationalsozialismus, wer beide Ideologien miteinander vergleicht ist entsetzt über die Ähnlichkeit.


    Und mal ehrlich, es kotzt mich echt an:


    Nach jedem Anschlag übertreffen die Leute sich in Betroffenheitsbekundungen, die gar nichts bringen, und auch weitere Anschläge nicht verhindern. :cursing:
    Solange Europa nicht kapiert, dass der Islam brutal und menschenverachtend ist, wird sich gar nichts ändern und es wird immer neue Berlins, Nizzas, Brüssels, Kölns geben.


    Und echt peinlich, wie die deutschen Nachrichtensender gestern gefühlte 200 Mal gesagt haben, es wäre bestimmt kein ANschlag und hätte nichts mit dem Islam zu tun, dabei war das 100% schon wieder mal ein Moslem.
    Europa begeht gerade selbstmord, indem es auf Kuschelkurs mit dem Islam, der eine mittelalterlich rückständige, faschistische Ideologie ist, geht.


    Fakt ist, dass es mit Moslems in Europa nur Probleme gibt, man darf dem Islam nicht Tür und Tor öffnen, sonst endet das noch ganz böse für uns alle.


    Alle 57 islamischen Länder sind eine Diktatur, in der man für Islamkritik oder Regimekritik ins Gefängnis, oder, in arabischen Länder, sogar die Todesstrafe bekommt.
    In allen islamischen Ländern ist die Frau dem Mann nicht gleichberechtigt und wird massiv unterdrückt.
    In den arabischen islamischen Ländern tötet man Homosexuelle brutal nur wegen ihrer Neigung.
    In den arabischen islamischen Ländern betreibt man übelste Hetze gegen Juden und Christen und hetzt schon kinder gegegen diese auf, sie werden verfolgt und das endet oft auch mit Mord.
    In den meisten islamischen Ländern werden schon 5jährige Mädchen zwangsverheiratet und dann entjungfert


    Wer da immer noch behauptet, der Islam wäre eine Religon des Friedens der ist hoffnungslos naiv. :cursing:


    Wenn man dem Islam in Europa Tür und Tor öffnet die ohne Limit reilässt, rückt der Terror eben näher, wieso seid ihr alle so überrascht, war doch klar, ich wusste dass so ein Anschlag kommen würde, das kommt davon, dass Merkel jeden Moslem ohne Kontrolle nach Deutschland reinlässt. :cursing:

    Oh, er hätte, Historie hin oder her, Louis und seiner lieben Mutter durchaus ein paar heftige Alpträume bescheren können, infolge unterdrückter Gewissensbisse! :evil: Aber nix, der König macht einfach hochgemut weiter wie bisher, und Philippes Schicksal kümmert ihn nicht die Bohne. Dasselbe gilt für d`Artagnan. Gerade der sollte doch vor heimlichen Schuldgefühlen schier vergehen! Aber er ist charakterlich ein durchtriebener und im Grunde skrupelloser Kerl, ebenso wie Louis, da haben sich zwei gefunden. Und der König vertraut ihm ja wohl nicht einfach so.


    Ja, eigentlich hätte der Gascogner Phillippe nicht zurückbringen dürfen, letztendlich war auch Philippe königlichen Geblütes und somit wäre der Gascogner auch ihm verpflichtet gewesen.
    Und unter König Louis gab es für den Gasconger nicht eine einzige Beförderung, unter einem König Philippe, dem er geholfen hat, den Thron zu besteigen, hätte er sicherlich alles haben können, jedes Amt das er begeht, Reichtum, Frauen, usw.
    SChon seltsam, dass er Louis, der niemals was für ihn tat, ihm niemals trotz seiner Treue eine Beförderung zugestand, dennoch so treu diente, damit hat er sich die Zukunft die er hätte haben können, zerstört.

    Aramis


    Ja, diese Verfilmung kenne ich, die fand ich sehr gut :thumbsup:
    Der war besser als der DiCaprio Film, das mit der Affaire von d´Artagnan und KÖnigin Anna im Film fand ich gar nicht gut. X(


    Ich hatte diesen Film schon als Teenager gesehen, lange bevor ich den Roman las, und als ich dann den Vdb las, dachte ich immer "Wieso gibt es im Roman gar keine Szene mit der Königin und d´Artagnan?" und dann wurde mir klar, dass sich da Hollywood einfach nicht an den Roman gehalten hatte. :whistling:
    Ich finde das immer schrecklich, wenn Produzenten von Musektiefilmen meinen, es müsste im Film unbedingt eine Szene mit einem Musketier der die Königin liebt, geben. :cursing:


    Oh schön, hab gerade gesehen, du hast weihnachtliche FFs geschrieben, die werde ich gleich nächste Woche lesen :)


    Heute komme ich leider nicht mehr dazu, habe morgen frei und fahre heute abend übers Wochenende zu meinen Eltern. Aber Montag oder Dienstag werde ich mir diese Kapitel gleich vornehmen, freue mich schon darauf :)

    Aramis


    In diesem Film von 2001 (mit DiCaprio) gelang ja der Königstausch ^^
    Ich war dann ganz überrascht, als ich den Roman las und feststellte, dass das im Roman nicht der Fall war.
    Der Film enthält aber leider sehr viele vom Buch abweichende Szenen wie Königin Annas Affaire mit d´ARtagnan, da war ich auch ganz überrascht, diese im Buch nicht vorzufinden.
    So starke Abweichungen vom Roman sind nicht mein Fall.
    Schade, dass HDB den letzten Roman nicht verfilmt hat. :(

    Im VdB steht auch irgendwo, dass die Königin eben dieses erste Kind bekam, mit dem dann der ganze Hof freudestrahlend abzog, um seine Ankunft gebührend zu feiern. Und dann, still und heimlich und nur in Begleitung ihrer Hebamme? bekam die Königin das zweite Kind. Das dann eigentlich als Erstempfangener galt, weil es zuletzt auf die Welt kam, und deswegen eigentlich der König wäre.


    Zudem wäre es in einem Hof, in dem die Gemächer der Königin und die Gänge des Schlosses ständig von Hofdamen und sonstigen Hofschranzen belagert sind, gar nicht möglich gewesen, einen Säugling heimlich wegzubringen, ohne dass jemand es sieht.

    Aber zurück zum VdB. Einer meiner Hauptkritikpunkte ist natürlich diese ominöse Geschichte mit der Eisernen Maske. Und da frag ich mich an allererster Stelle: Warum, zum Teufel, hat keiner außer Aramis die frappante Ähnlichkeit Philippes mit dem König bemerkt?? In der Bastille trug der junge Mann noch keine Maske, die bekam er erst nach dem misslungenen Königstausch verpasst. Sind Baisemeaux und seine Untergebenen allesamt blind? Oder haben die etwa noch nie ihren König gesehen? Der Gouverneur ist doch sonst so ein Pedant, da müsste ihm das doch sofort auffallen! Immerhin sind die beiden nicht bloß Brüder, sondern Zwillinge! Baisemeaux` Ignoranz ist schlicht unerklärlich.


    Ja, das war mir auch aufgefallen, eigentlich hätten die ja stutzig sein müssen, wenn da ein Gefangener kam, der genauso aussah wie der König.
    Baisemaux hätte das eigentlich merken müssen und sich fragen müssen, wieso dieser Mann genauso aussieht wie der König.
    Aber diese ganze Zwillingsgeschichte die Dumas sich da ausgedacht hat, so brilliant Dumas Idee auch war, so etwas wäre damals gar nicht möglich gewesen, da die Königin währen der Geburt von unzähligen Zofen, Hofdamen, Hebammen, usw. umgeben war, und da hätte gar kein zweites Kind unbemerkt zur Welt kommen können, da bei Hofe immer jemand bei der Königin ist, sie niemals alleine ist.
    Trotzdem ist Dumas Idee gut, ich frage mich, wie er wohl auf diese Idee zu der Zwillingsgeschichte kam.


    Ja, eben, das find ich auch so merkwürdig! In den VAA ist sie von Raoul total hingerissen, und 10 Jahre später interessiert sie sich absolut nicht mehr für ihn? Das kann ich mir echt nicht vorstellen!


    Mich wundert es auch, dass Raoul nicht zu ihr ging und sie um Rat bat wegen Louise.
    Ich hatte im VAA den Eindruck, dass Raoul sie sehr gerne mochte, auch wenn er nicht wusste, dass sie seine Mutter war.
    Und bis heute ist unklar, wann Athos Raoul gesagt hat, dass er sein Vater und sie seine Mutter ist.
    Und irgendwie hat die Chevreuse im Vdb nicht mehr viel Ähnlichkeit mit der aus dem VAA, im VdB stellt Dumas sie eher wie eine gehässige, verbitterte alte Vettel dar, was so gar nicht zu ihr passt.
    Ich habe den VdB zuerst gelesen und war ganz überrascht, im VAA eine andere Chevreuse kennenzulernen.

    @Kalou


    Oh schön, du willst eine WEihnachtsgeschichte schreiben? Würde mich freuen, neue Weihnachtsgeschichten zu lesen, um mit jemandem zusammen eine zu schreiben habe ich leider keine Zeit.
    Ich arbeite seit zwei Monaten an einer längeren Weihnachtsgeschichte, weil ich nicht so viel Zeit zum Schreiben habe, schreibe ich immer die Geschichten von Hand und tippe sie dann ab, wenn sie fertig sind.
    Aber ich würde mich freuen, wenn ich noch Weihnachtsgeschichten zu lesen bekommen würde, ich fand es immer sehr spannend, die Weihnachtsgeschichten anderer User zu lesen.

    Aramis


    Ich habe ja nur die stark gekürzte 650 Seiten Ausgabe des Vdb gelesen und dachte, in der verlängerten Ausgabe gab es bestimmt ein Treffen zwischen Raoul und der Chevreuse.
    Da habe ich mich wohl geirrt, ist aber schon seltsam, dass es kein Treffen von Mutter und Sohn gibt im Vdb, ich finde, gerade die Chevreuse hätte Raoul ja über seinen Liebeskummer hinweghelfen können, vielleicht hätte es ihm gutgetan, mit seiner Mutter darüber reden zu können.
    Die Chevreuse erschien mir auch immer eher lebenslustig, die hätte Raoul bestimmt wieder Lebenfreude vermitteln und ihn aus dem Tief herausholen können.